Bücherspenden : Leser und Sammler

In einer Benefizaktion werden gebrauchte Bücher für Schulen und Kitas gesucht. Lehrer können sich die Bücher an den Sammelorten direkt abholen.

Grips_Schule
Lies mal wieder. Auch die Grips-Schule in der Tiergartener Kurfürstenstraße wird neue Bücher bekommen. -Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Schüler sollen lesen – nicht nur im Unterricht, sondern, so wünschen es sich Lehrer, möglichst auch in ihrer Freizeit. Weil zu wenig Geld da ist, zeigen in vielen Schulbibliotheken oder auch in Kindertagesstätten die Bücherregale große Lücken. Von diesem Montag bis Freitag, den 8. Mai, sind deshalb alle Berliner aufgerufen, gut erhaltene, aber nicht mehr benötigte Kinder- und Jugendbücher zu spenden. Zunächst im Internet suchen, wo beispielsweise die nächste Grundschule ist, muss dabei niemand. In allen 160 Filialen der Berliner Volksbank und beim RBB, im Haus des Rundfunks in der Masurenallee 8-14, stehen bereits Sammelkartons für die Spenden bereit.

Wenn nun aber dort die Bücherspenden eintreffen, müssen die natürlich irgendwie an die Schulen und Kitas gelangen. Das Bildungsnetzwerk des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) hat die auch vom Tagesspiegel unterstützte Büchersammelaktion ins Leben gerufen und setzt auf eine simple Methode: Jeder Lehrer oder Erzieher erhielt ein Schreiben, das ihn dazu berechtigt, in den Bankfilialen oder im Haus des Rundfunks Bücher abzuholen.

„Dieses Verfahren ist für alle am einfachsten“, sagt Sybille Volkholz vom Bildungsnetzwerk. Und es sei sinnvoller, als die Bücher in der nächsten Schule vorbeizubringen: „Wir setzen auf eine ganz einfache Form der Umverteilung.“ Auch Lehrer von Brennpunktschulen wohnten schließlich meist in den wohlhabenderen Außenbezirken. Dort könnten sie dann Bücher mitnehmen, die dort abgegeben wurden. „So kommen auch Bücher an eine Brennpunktschule in Neukölln.“ Sollten sich in einer Bankfiliale die Bücher stapeln, werde man natürlich die Schulen verständigen, so Volkholz. Und sollten zum Schluss wirklich noch Bücher übrig bleiben, gehen die wieder als Spende an den Berliner Büchertisch. bbr

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben