Christopher Street Day : 500.000 Menschen werden tanzen

Auf dem Christopher Street Day (CSD) am 23. Juni in Berlin demonstrieren Homo- und Transsexuelle gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz. Die Organisatoren erwarten fast eine halbe Million Menschen.

CSD
Ausgefallene Outfits sind beim CSD Tradition.Foto: ddp

BerlinDer CSD ist der Höhepunkt der Pride Week 2007, die nach Veranstalterangaben Europas größtes lesbisch-schwules Festival ist. Wie eine neue Studie belege, würden 80 Prozent der Schwulen und Lesben in Deutschland in ihrem beruflichen Umfeld diskriminiert, sagte CSD-Sprecherin Claudia Rische am Dienstag in Berlin. Die Diskriminierung reiche von Ignorieren über Mobbing bis hin zu Entlassung.

Neben Gleichberechtigung von Homosexuellen am Arbeitsplatz fordern die CSD-Teilnehmer die weltweite Ächtung der Homophobie, der sozialen Feindseligkeit gegenüber Homosexuellen. Außerdem müssten homosexuelle Schüler vor Gewalt und Spott geschützt werden, betonte Rische. Darüber hinaus setzt sich der CSD für eine Ausweitung der Aids-Prävention ein. Der schrille CSD-Umzug steht unter dem Motto "Vielfalt sucht Arbeit". Die Parade beginnt um 12.30 Uhr am Kurfürstendamm/Ecke Knesebeckstraße. Die 51 Wagen von Initiativen, Vereinen, Parteien und Szene-Gastronomie ziehen durch die City zur Siegessäule, wo gegen 17 Uhr die Abschlusskundgebung mit Live-Musik beginnen soll.

Gleichberechtigung Homosexueller am Arbeitsplatz

In der Pride Week 2007 vom 9. bis 23. Juni werden zahlreiche Veranstaltungen zu Politik, Kultur und Sport ausgerichtet. Das lesbisch-schwule Festival wird eröffnet mit den "Respect Gaymes", bei denen Teams aus der lesbisch-schwulen Szene, aus Schulen und Sportverbänden sowie Migranten gegeneinander antreten. Am 16. und 17. Juni wird das 15. lesbisch-schwule Straßenfest im
Schöneberger Szene-Kiez rund um die Motzstraße ausgerichtet. Das traditionelle Straßenfest des Regenbogenfonds steht dieses Jahr unter dem Motto "Gleiche Rechte für Ungleiche". Als Ehrengast wird Erling Lae, der schwule Bürgermeister von Oslo, erwartet. Gemeinsam mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) erhält der Politiker den diesjährigen Rainbow-Award. (mit ddp)





 

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