Stadtleben : Das Imax wird umgebaut zum Luxus-Kino

Berlins Kinolandschaft ist bald um eine Attraktion reicher: Am Mittwoch soll im Sony-Center mit der Vorpremiere von „Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“ und der offiziellen Eröffnung durch Til Schweiger der Start des neuen Event Cinema Berlin gefeiert werden. Vor den Piraten und den Stars haben dort aber die Handwerker das Sagen.

Eine ihrer Großtaten hatten sie am Donnerstagvormittag zu bewältigen: das Hereinhieven der 300 Quadratmeter großen, 700 Kilo schweren Leinwand in den Kinosaal des ehemaligen Imax, dessen Rückwand dafür eigens geöffnet werden musste. Sie ist künftig die größte in Berlin, für den Kran musste eine Art „stählerner Teppich“ ausgerollt werden, als Bodenschutz.

Eine Zeit lang betrieb die Imax-Kette zwei Kinos am Potsdamer Platz. Auch das zweite wurde inzwischen geschlossen und von der Cinestar-Gruppe übernommen, die im Sony-Center schon ihr Kino mit originalsprachigen Filmen betreibt, das zugleich beliebtestes Premierenkino der Stadt ist. Seit Anfang April wird der im selben Gebäudeteil gelegene ehemalige Imax-Saal für mehr als 1,1 Millionen Euro umgebaut. Die nur noch 350 Ledersessel werden künftig wie in einem Amphitheater angeordnet sein und sollen durch vergrößerten Reihenabstand das Kinoerlebnis komfortabler machen. Als „Premiumkino“ wird es gepriesen, doch gibt es auch noch eine „Top-Premium-Loge“ in den letzten vier Reihen, samt Tischchen für das ausgeweitete Gastronomieangebot. Auch Projektions- und Tonanlage werden aufgerüstet. Neben Kino in 2-D und 3-D will man Live-Übertragungen, etwa von Opern, Sportveranstaltungen und Ähnlichem bieten – „unvergleichliche Kino- und Veranstaltungserlebnisse“, wie Cinestar-Geschäftsführer Stephan Lehmann sagt. ac

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