Das wird der Knaller : Wo man Silvester am besten feiert

Wer will, kann dieses Jahr Silvester auf einem Schiff feiern, im Theater oder in der Sauna. 20 Vorschläge für einen guten Rutsch. Wo feiern Sie? Haben Sie noch gute Tipps für eine gute Silvesterparty?

Eva Kalwa
Feuerwerk Brandenburger Tor
Der Klassiker. Am Brandenburger Tor steigt die größte Silvesterparty Berlins, doch auch woanders kann man feiern. -Foto: dpa

FÜR PREMIERENFREUNDE


Im Astra Kulturhaus knallen in diesem Jahr zum ersten Mal die Korken. Doch es gibt aus den Boxen noch viel mehr auf die Ohren, wie das Partymotto „Elektrik Boom“ verrät. Unter anderem legen Exel.Pauly von Fettes Brot, Matt Didemus von den Junior Boys und Audio is guilty von Klangsucht auf. Das gibt eine wilde Mischung aus Hip-Hop, House und Electro (ab 22 Uhr in der Revaler Straße 99 in Friedrichshain, 15 Euro, Telefon 61 10 13 13, www.astra-berlin.de).

FÜR TUNNELTÄNZER
Mit den Jungs vom Ostfunk kann man in diesem Jahr gleichzeitig unter West- und Ostberliner Erde feiern: Das erprobte Partyteam hat den U3-Tunnel unter dem Potsdamer Platz gebucht und präsentiert mit zahlreichen DJs, darunter Stephan Bodzin und Marc Romboy, ein alles andere als unterirdisches Line-Up (ab 22 Uhr am Potsdamer Platz 30 Euro, Tel. 449 27 03, www.ostfunk-berlin.de).

FÜR COWGIRLS UND HORSEMEN
Im Bassy Club geben auch zum Jahreswechsel Pferdegetrappel und Sporenklirren die Soundkulisse zum Feiern vor. Dafür sorgen die Band Trunkshow, die sich Rau-Röhre Tom Waits zum Vorbild nimmt, sowie der Meister des Country- Wildstyle Mystic N., der nur Musik aus den Jahren vor 1969 auf seinem Plattenteller erlaubt (ab 22 Uhr in der Schönhauser Allee 176a in Prenzlauer Berg, 15 Euro, Telefon 281 83 23, www.bassy-club.de).

FÜR AUSDAUERNDE
Das britische Magazin DJ Mag hat das Berghain zum „besten Technoclub der Welt“ ernannt. Ob hier auch die beste Silvesterparty steigt, werden alle wissen, die ausreichend Stehvermögen in der längsten Einlassschlange Berlins mitbringen. Und auch die, die sich ihre Tickets vorsorglich im Vorverkauf an der Clubkasse besorgt haben. Wer einmal drin ist, erlebt auf drei Floors und mit allen Resident- und fünf Gast-DJs mit ziemlicher Sicherheit den ultimativen Party-Ausnahmezustand (ab 1 Uhr Am Wriezener Bahnhof in Friedrichshain, Telefon 29 00 05 97, www.berghain.de).

FÜR HÖHENFLIEGER
Wem das eigene Dach zu rutschig und der Balkon zu klein ist, findet im Weekend Club über dem Alexanderplatz eine der besten Aussichten aufs Feuerwerk. Hier im 12. und 15. Floor wird ab dem 30. Dezember ganze vier Tage lang gefeiert. Zu den akustischen Höhepunkten am 31. zählen Paul Kalkbrenner, Carl Craig und James Holden (ab 21 Uhr in der Alexanderstraße 7 in Mitte, 65 Euro. Tel. 24 63 16 76, www.week-end-berlin.de).

FÜR WALZERKÖNIGE UND FLANEURE

Der Silvesterball mit Livemusik im Westin Grand beginnt um 20.45 Uhr, getanzt wird an der Freitreppe, begleitet von Dayami & Friends. Zur Stärkung gibt es ein Drei-Gänge-Gala-Menü und ein Mitternachtsbuffet. Wer möchte, kann vor dem Tanz noch mit einem Kombiticket in die Oper: Es beinhaltet eine Karte der Premiumkategorie für Prokofjews „Die Liebe zu den drei Orangen“ in der Komischen Oper mit Champagnerempfang und einem Zwei-Gänge-Flying-Menü im Hotel vor der Vorstellung. Erstmals werden auch Flanierkarten angeboten inklusive Champagnerempfang und Mitternachtsbuffet (in der Friedrichstraße 158-164 in Mitte, Oper und Ball (415 Euro) ab 17 Uhr, Ball (250 Euro) ab 20.45 Uhr, Flanieren (65 Euro) ab 23 Uhr. Tel. 20273622, www.westin.com/berlin).

FÜR KOMÖDIANTEN

Wer eine Lachgarantie für seine Silvesterparty sucht und zugleich stets bequem im Sessel sitzt, ist bestimmt gut im Filmkunst 66 aufgehoben: Hier werden ab 19.30 Uhr erst ein Kurzfilmprogramm, dann eine Überraschungs-Preview und nach Mitternacht bis gegen 2 Uhr Komödienklassiker gezeigt. Zur Stärkung gibt es Fingerfood und Mitternachtssekt (in der Bleibtreustraße 12 in Charlottenburg, 30 Euro, Tel. 882 17 53. www.filmkunst66.de).

FÜR FEUERKINDER
Die Silvesterpartys im Lido stehen für einen heißen, bunten Stilmix, denn da werden Rock, Indie, Soul und Balkan von den Resident-DJs wild durcheinander gewürfelt. Heraus kommt eine explosive Mischung, wie sie sich schon im PartyMotto „Do you know the way to burn?” ausdrückt (in der Cuvrystraße 7 in Kreuzberg, 10 Euro, Tel. 61 10 13 13, www.lido-berlin.de).

FÜR FLOOR-HOPPER
In der Kulturbrauerei dürften nicht viele Musikwünsche offen bleiben: Über 30 DJs auf 15 Floors bieten den erwarteten mehreren tausend Gästen für beinah jeden Musikgeschmack die passende musikalische Einstimmung aufs neue Jahr. Wenigstens kurz vor Mitternacht treffen sich alle draußen, um gemeinsam das traditionelle Riesenfeuerwerk zu bestaunen (in der Schönhauser Allee 36 in Prenzlauer Berg, 25 Euro. Tel. 44 31 51 51, www.kulturbrauerei-berlin.de).

FÜR OSTALGIKER
Die schwule Partyreihe GMF war fünf Jahre lang jeden Sonntag im Café Moskau zu Hause. 2007 mussten Bob Young und seine Mannen raus, weil das einstige DDR-Nationalitätenrestaurant saniert werden sollte. Nun erstrahlt es im neuen Sechziger-Jahre-Chic und bietet der Gay-Community und ihren Freunden wieder erstmals zum Jahreswechsel viel Platz für jede Menge hedonistischer Momente, Feuerwerk und ein russisches Buffet (ab 22 Uhr in der Karl-Marx-Allee 34 in Mitte. Eintritt 23 Euro. Tel. 230 99 30, www.gmf-berlin.de).

FÜR PARKETTLÖWEN
Der Dresscode für den Silvesterball im Admiralspalast reicht von Bohème bis bizarr und soll zu einem Abend passen, der Stil, Glanz und Exzess in sich vereinen will. Die musikalische Begleitung bewegt sich unter anderem zwischen Rockabilly, Early Jazz und Ragtime und kommt von den Londoner Newcomern „Kitty, Daisy & Lewis“ sowie den eigens eingeflogenen Texanern „White Gost Shivers“ (ab 20 Uhr in der Friedrichstraße 101 in Mitte, 33 Euro, Tel. 47 99 74 99, www.admiralspalast.de).

FÜR ERWACHSENE
Die Hey-Disco-Partys in der Erlebnisgastronomie Freiheit Fünfzehn werben gern damit, nur etwas für Erwachsene in angemessener Garderobe zu sein. Da sind besonders zu Silvester bestimmt einige Spielarten möglich. Das Musikspektrum reicht von Schlager über Pop bis hin zu Rock und soll auch feierfreudige Singles bei der Partnerwahl unterstützen (ab 21 Uhr in Köpenick, 30 Euro, Tel. 65 88 78 25, www.freiheit15.com).

FÜR FRÜHLINGSKINDER
Das Team der neuen Partyreihe Berliner Frühling hat sich die Temporäre Kunsthalle als Location gesichert und lädt unter dem Motto „Glamourös, aber cool“ zu Dinner und Tanz (am Schlossplatz in Mitte, Dinner (auch vegetarisch) ab 19.30 Uhr, Party ab 22 Uhr. Party 30 Euro, Dinner 30 Euro extra. Tel. 20 45 55 70, www.berlinerfruehling.de).

FÜR FREIBEUTER
Im vorigen Jahr kamen rund 300 Gäste mehr als zunächst erwartet zum Party-Piratenschiff, das vom Tegeler See durch die Innenstadt, zum Feuerwerk am Brandenburger Tor und zurück fährt. Nach dem Wiederanlegen in Tegel wird weitergefeiert, bis der Klabautermann klopft. Piratenkostüme werden vom Kapitän der Berliner Stadtpiraten besonders gern gesehen (Tegel, Greenwichpromenade, Steg 6. Abfahrt 20 Uhr, Rückkehr gegen 1.30 Uhr. Party 109 € inklusive Buffet und Freigetränken (Bier, Wein, Sekt, alkoholfreie Getränke). Tel. 43726576, www.reederei-unger.de).

FÜR KAISERTREUE
Wo schon Kaiser Wilhelm II. seine Herrenabende veranstaltete und George Lucas und Brad Pitt Premieren feierten, ist kein schlechter Platz für ein nobles Silvesterfest: Im Kaisersaal im Sony Center am Potsdamer Platz können die Gäste erst in der eigenen Loge ein Dinner genießen und dann bei den Soul- und House-Platten des Pariser DJ Monsieur Komplex das neue Jahr begrüßen (ab 20 Uhr in der Bellevuestraße 1 in Mitte, Karten zwischen 40 und 50 Euro, Dinner ab 129 Euro inklusive Eintritt und Sitzplatzgarantie, Tel. 01577-2031115, www.silvester-kaisersaal.com).


FÜR FRANKOPHILE
Freunde französischer Lebensart finden im Parkcafé das passende Ambiente. Hier wird La Boum – La grande Nuit Française gefeiert, mit Bleigießen, Feuerwerk, Feuerzangenbowle, DJ und einem französischen Büfett. Sprachkenntnisse sind für den Einlass laut Veranstalter ausdrücklich nicht erforderlich (Wilmersdorf, Fehrbelliner Platz 8. Ab 20 Uhr Dinner, ab 22 Uhr Party. Fête-Ticket 25 €, Diner & Fête-Ticket 39 €. Tel. 86313838, www.parkcafe-berlin.de).

FÜR BEETHOVEN-FANS

Die Karten für das Silvesterkonzert mit Daniel Barenboim in der Staatsoper Unter den Linden sind zwar schon ausverkauft. Doch wer sie in Kombination mit dem Galamenü im Hotel de Rome bucht und dafür etwas tiefer in die Tasche greift, kann sowohl auf besten Plätzen Beethovens Neunte als danach auch das Vier-Gänge-Menü, den Mitternachtssekt auf der Terrasse und die anschließende Party im Opera Court und in der Bebel-Bar genießen (ab 19 Uhr Unter den Linden 7 in Mitte, das Kombiticket kostet 498 Euro (inklusive aller Getränke), Tel. 20354555, Buchungen im Internet unter www.staatsoper-berlin.de).

FÜR MEDIAVISTEN
Sasha Waltz bittet im Radialsystem V zum Tanz: Zum Jahreswechsel wird mit dem Avantgarde-Stück „d’avant” eine mittelalterliche Szenerie kreiert, die zugleich Marseille gewidmet ist. Polyphone Gesänge weben darin ein Geflecht aus Geschichten und Träumen. Danach ist man wieder im Hier und Jetzt und genießt ein großes Buffet und Tanz mit DJ Ipek (in der Holzmarktstraße 33 in Friedrichshain, komplettes Programm mit Konzert, Buffet, Flasche Wein und Party kostet 99 Euro, nur Vorstellung 20-28 Euro, nur Party 10 Euro, Tel. 288 78 85 88, www.radialsystem.de).

FÜR KALTDUSCHER
Schon die Namen der Aufgüsse verraten, dass sich an diesem Silvester im Wellness-Zentrum Centrovital alles um die siebziger und achtziger Jahre dreht: Zum Beispiel „Afri-Cola“, „Biene Maja“ oder „Denver vs. Dallas“. Da direkt nach der Sauna die stilechte Dauerwelle aus den Eighties ja quasi von selbst liegt, ist man für den feierlichen Bademantel-Auftritt am Buffet sowie den Mitternachtssekt und das Bleigießen auf der Dachterrasse bestens präpariert (ab 18 Uhr in der Neuendorfer Straße 25 in Spandau, im Vorverkauf kosten die Karten 99 Euro, an der Abendkasse 109 Euro, Tel. 81 87 50, www.centrovital-berlin.de).

FÜR MEILENSAMMLER

Alle Jahre wieder steigt am Brandenburger Tor auf drei Bühnen und mit rund 200 gastronomischen Ständen die größte Silvestersause und das eindrucksvollste Feuerwerk der Stadt. Neu ist, dass Künstler wie Right Said Fred, Die Atzen oder Jürgen Drews auf der Hauptbühne auf dem Platz des 18. März direkt vor der Kulisse des Brandenburger Tors tanzen, so will es das neue inszenatorische Gesamtkonzept (auf der Festmeile vom Platz des 18. März bis zum Großen Stern, der Eintritt ist frei, die Mitnahme von Feuerwerkskörpern und Glasflaschen ist verboten, Einlass ab 12 Uhr, Beginn des Bühnenprogramms ca. 17 Uhr, weitere Informationen gibt es im Internet unter www.silvester-berlin.de).

Und wo feiern Sie den Abschied von den "Nuller-Jahren"? Haben Sie noch einen Tipp für eine gute Silvesterparty in Berlin? Nutzen Sie die Kommentarfunktion, diskutieren Sie mit!

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