DATEN, FAKTEN, ZAHLEN ZUM FERNSEHTURM : Der Betonriese vom Alexanderplatz

HOCH HINAUS

Der Fernsehturm ist 368 Meter hoch und damit das höchste Bauwerk in Deutschland. Mit Inhalt wiegt er 26 000 Tonnen. Allein das Gewicht der Kugel mit einem Durchmesser von 32 Metern beträgt 4800 Tonnen. Die Kugel besteht aus 140 Segmenten mit facettierter NirostaAußenhaut. Für das Bauwerk wurden fast 8000 Kubikmeter Beton und 5000 Tonnen Stahl verbaut. Die Gründungstiefe beträgt sechs Meter.

SCHNELL HINAUF

Baubeginn war der 3. Mai 1965. Vier Tage vor dem 20. Jahrestag der DDR, am 3. Oktober 1969, wurde der Turm offiziell eröffnet. Zwei Personenaufzüge fahren mit sechs Metern pro Sekunde jeweils 15 Gäste in die 203 Meter hoch gelegene Aussichtsplattform, von der aus man bei gutem Wetter bis zu 60 Kilometer weit blicken kann. Darüber befindet sich das Tele-Café und -Restaurant für 200 Gäste.

MÜHSAM HINAB

Für eine eventuelle Evakuierung führt im Schaft eine Treppe mit 986 Stufen in die Tiefe – zuletzt musste sie vor etwa zwei Jahren benutzt werden, da ein Stromausfall die Fahrstühle lahmgelegt hatte. Die Räume für den Sendebetrieb befinden sich in den Geschossen über dem Café, bei der Eröffnung des Turms vor 40 Jahren wurden das Farbfernsehen für die DDR sowie ein Zweites TV-Programm eingeführt. WEIT HINAUS

Die Baukosten waren mit über 100 Millionen Mark auf das Dreifache der geplanten Summe geklettert. Seit 2002 betreibt die Deutsche Funkturm, eine Tochter der Deutschen Telekom, den Turm. In den 90er Jahren investierte sie rund 64 Millionen D-Mark in das denkmalgeschützte Gebäude. Von hier aus werden 31 Fernseh- und mehrere Dutzend UKW-, Mobilfunk- und Richtfunkprogramme ausgestrahlt. Lo.

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