DDR-Kunst : Wandbild von Womacka abgebaut

Die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte hat am Montagmorgen mit der Bergung des Wandbildes "Der Mensch, das Maß aller Dinge" von Walter Womacka begonnen.

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Das Wandbild "Der Mensch, das Maß aller Dinge" besteht aus 350 Kacheln
Das Wandbild "Der Mensch, das Maß aller Dinge" besteht aus 350 KachelnFoto: dapd

Das riesige Wandbild schmückte bisher die Fassade des ehemaligen DDR-Ministeriums für Bauwesen in der Breiten Straße in Mitte, dem der Abriss droht. Das Kunstwerk aus dem Jahr 1968 besteht aus 350 Keramikplatten und nimmt mit 15 Metern Höhe und sechs Metern Breite die Fläche von fünf Stockwerken in Anspruch. Bis sich ein neuer geeigneter Standort für das Werk gefunden hat, werden die Einzelteile in Holzkisten eingelagert.

Walter Womacka galt als Staatskünstler der DDR. Seine architekturgebundenen Werke prägen noch heute vielerorts das Berliner Stadtbild. Er schuf unter anderem den Bildfries "Unser Leben" am ehemaligen "Haus des Lehrers" am Alexanderplatz. Womacka, ein Vertreter des sozialistischen Realismus, war mehr als 20 Jahre Rektor der Kunsthochschule Berlin-Weißensee und gehörte zu den populärsten Malern und Grafikern der DDR. Die Reproduktion eines seiner bekanntesten Bilder, des Ölgemäldes "Am Strand", erreichte eine millionenfache Auflage. Er starb im vergangenen Monat im Alter von 84 Jahren. (mit dapd)

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