Stadtleben : Der Wiederentdecker des British Soul

Mark Ronson ist Produzent von Amy Winehouse – und er macht eigene Musik

Ric Graf

Amy wird wohl nicht dabei sein, wenn ihr Produzent mit seiner Musik am Dienstag in Berlin auftritt. So wie es scheint, hat das alte Bündnis von Amy Winehouse und ihrem Produzenten Mark Ronson gerade etwas zu leiden: Eigentlich wollten die beiden den Titelsong für den neuen James-Bond-Film aufnehmen, Mark Ronson brach die Arbeit aber ab.

Amy Winehouse hat seit Jahren Drogenprobleme und wurde kürzlich von der Polizei festgenommen, weil sie in eine Schlägerei verwickelt war. Ihr Produzent, maßgeblich für ihr Top-1-Album „Back in Black“ verantwortlich, ist eher ein Workaholic. Seit Jahren arbeitet der 32-jährige Brite, der in New York lebt, als Produzent und DJ. Er legte bei Partys in New York auf und spielte auf einer privaten Feier von Puff Daddy. 2003 erschien sein erstes Album. Im Anschluss produzierte er für die britische Oberliga des Musikgeschäfts: Amy Winehouse, Robbie Williams und Lily Allen.

Mark Ronson, der für seine Mitarbeit am Winehouse-Album einen Produzenten-Grammy bekam, gilt als Hoffnung in der britischen Musikszene. Jahrelang war Soul und Motown aus der Musikszene verbannt, jetzt hat sie Ronson zurückgeholt. Er ist aber nicht nur der Wiederentdecker des British Soul, sondern hat auch eine eigene Band, die Version Players. Die Rocksong-Cover von seinem zweiten Album wird er am Dienstag mit der Band präsentieren. Ric Graf

Mark Ronson, 13. 5., 21 Uhr, Fritzclub im Postbahnhof. Wir verlosen 3 mal 2 Tickets. Einfach eine Mail bis Sonntag (18 Uhr) an verlosungen@tagesspiegel.de.

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