Die Schlange am Graben : Enormer Ansturm auf die "Gesichter der Renaissance"

Viele wollen rein, aber längst nicht alle dürfen. Es gibt viel zu wenige Karten für die „Gesichter der Renaissance“ im Bode-Museum. Wie die Besucher reagieren - und was die Organisatoren sagen.

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Auge in Auge: Im Bode-Museum ist man vom Riesenandrang zu den „Gesichtern der Renaissance“ überrascht worden. Deshalb wurden die Öffnungszeiten verlängert. Foto: Kumm/dpaWeitere Bilder anzeigen
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30.09.2011 21:00Auge in Auge: Im Bode-Museum ist man vom Riesenandrang zu den „Gesichtern der Renaissance“ überrascht worden. Deshalb wurden die...

Wer die „Gesichter der Renaissance“ im Bode-Museum sehen möchte, der braucht vor allem Geduld. So wie Gundula Lambrette aus Charlottenburg: Mit ihrer Freundin aus den USA harrt sie nun schon seit 45 Minuten in der Schlange vor dem Ticketschalter aus, die sich auf der Straße "Am Kupfergraben" bis fast zum Eingang des Pergamon-Museums hinzieht. Aber das Schlimmste kommt erst noch: Sobald sie ihr Tagesticket gekauft haben, müssen sie noch einmal vier Stunden warten, ehe sie eine SMS bekommen oder ihre Nummer aufgerufen wird und sie endlich in die Ausstellung können.

„Die Organisation ist sehr unbefriedigend“, beklagt sie sich. „Im Vorverkauf oder im Internet bekommt man gar keine Karten mehr.“ Schon am Dienstag war Lambrette gekommen, um sich ein Ticket für den Donnerstag zu besorgen. Doch alle Zeitfensterkarten waren ausverkauft, nur noch Tageskarten gab es. Und die sind heiß begehrt: Um 9 Uhr stellen sich die Ersten am Schalter an, spätestens ab 14 Uhr sind alle Karten vergriffen. Wer zu spät kommt, hat Pech gehabt und kann umkehren.

Erst am Donnerstag der Vorwoche wurde die Ausstellung eröffnet. Allein in der ersten Woche kamen mehr als 14000 Menschen zu den Meisterwerken von Donatello, Botticelli und Leonardo da Vinci - also 2000 Besucher pro Tag. Die „Early-Bird“-Tickets, mit denen Frühaufsteher ab 9 Uhr ohne zu warten in die Portrait-Schau können, sind bis zum Ausstellungsende komplett ausverkauft, ebenso die 30 Euro teuren VIP-Tickets. Auch online sind keine Karten mehr zu bekommen.

Lesen Sie auf Seite 2, was die Organisatoren zum enormen Andrang sagen.

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