Dreharbeiten : Quentin Tarantino verhandelt mit Daniel Brühl

Ab Herbst will Star-Regisseur Quentin Tarantino in Berlin seinen neuen Film drehen. Mit von der Partie könnte dabei auch der deutsche Schauspieler Daniel Brühl sein.

Sebastian Leber
daniel brühl Foto: dpa
Daniel Brühl -Foto: dpa

Für das „Bourne Ultimatum“ stand er mit Matt Damon vor der Kamera, mit Julie Delpy hat er bereits zweimal gedreht. Jetzt könnte Daniel Brühl, 30, auch im neuen Film „Inglorious Bastards“ von Quentin Tarantino eine Rolle übernehmen. Der soll, wie berichtet, ab Herbst in Berlin und Frankreich gedreht werden, der US-Regisseur ist gerade in der Stadt, um sich Gedanken über Drehorte und mögliche Schauspieler zu machen. Am vergangenen Sonntag traf sich Tarantino mit Daniel Brühl im Hotel „Q!“ in der Knesebeckstraße – und noch ein weiterer prominenter Deutscher war anwesend: Til Schweiger, 44, von Tarantino schon im vergangenen Jahr zu „einem der besten deutschen Schauspieler“ gekürt, soll in „Inglorious Bastards“ ebenfalls eine Rolle übernehmen.

Pitt soll einen US-Soldaten mimen

Das „Q!“ ist übrigens vom Berliner Architektenteam Graft entworfen worden. Deren Chefs sind wiederum eng mit Hollywood-Star Brad Pitt befreundet, der im Tarantino-Film als Hauptdarsteller vorgesehen ist. Pitt soll einen US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg mimen, der gleich dutzendfach fiese Nazis umlegt. Weil die feindlichen Soldaten im Film Deutsch sprechen, möchte sie Tarantino zumindest teilweise mit deutschen Darstellern besetzen. Neben Brühl und Schweiger ist angeblich auch Ulrich Tukur für eine Rolle im Gespräch. Den dürfte Tarantino bereits aus „Das Leben der Anderen“ kennen. Der US-Regisseur hält viel von deutschen Produktionen, hat auch „Der Untergang“, „Lola rennt“ und „Der Krieger und die Kaiserin“ gesehen.

An welchen Orten Tarantino in Berlin drehen möchte, ist weiterhin unklar. Dagegen überschlagen sich im Internet die Gerüchte, welche großen US-Stars angeblich noch bei der Produktion dabei sind. So soll etwa Tom Cruise Interesse haben, die Rolle von Joseph Goebbels zu übernehmen. Cruise war bekanntlich erst vergangenes Jahr für die Dreharbeiten seines Stauffenberg-Films in der Stadt. Noch kurioser ist das Gerücht, Popsängerin Britney Spears komme für das Tarantino-Projekt nach Berlin – und spiele eine strippende Lesbe namens „Varla“.

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