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DSDS : Der Mann hinter den Superstars

02.03.2009 00:00 UhrVon Annette Kögel
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Cooler Coach. Dirk Heidemann trimmt die TV-Superstars. - Foto: Promo

Dirk Heidemann ist Choreograf bei der Casting-Show "DSDS". Der Besitzer einer Tanzschule wuchs in Lichtenrade auf.

Nein, einen dummen Spruch von Dieter Bohlen hat er noch nicht zu hören bekommen. Aber Dirk Heidemann ist ja auch nicht einer der zehn Finalisten von „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS). Der 42-jährige Berliner ist vielmehr „Stage-Coach“ der RTL-Erfolgssendung. Sprich: Heidemann ist als Choreograf der Mann hinter den Nachwuchsstars wie Ex-Boygroupsänger Marc Jentzen oder dem Stimmwunder Sarah Kreuz.

Der Besitzer der Tanzschule Heidemann an der Mariendorfer Großbeerenstraße wuchs in Lichtenrade auf, „schon als Kind habe ich vorm Fernseher zu Shows mitgetanzt“. Dann folgten die ersten Schritte in der Tanzschule Keller. Heidemann wurde Schülermeister über sechs Tänze, später Deutscher Vizemeister A-Latein.

Heute ist er beim Deutschen Tanzsportverband Verbandstrainer und hat etwa das Paar Christoph Kies und Blanca Ribas Turon zu mehrfachen Weltmeistern gemacht – gestern eilte er gleich vom DSDS-Ausstrahlungsort Köln zu seinem Paar nach Dresden, Mitte der Woche geht es wieder nach Köln. Viel Zeit haben Stage-Coach Heidemann und sein Vokal-Kollege nicht. „Donnerstags ist zugleich Gesangsunterricht, Freitag die sogenannte kalte Probe – und Sonnabend ja schon die Sendung.“

Heidemann trainiert auch den Bundesjugendkader, „und viel anders ist die Stimmung bei DSDS auch nicht“. Einige seien recht aufgeregt und überdrehen schon mal, wie die ausgeschiedene Fausta Giordano, die im schicken Kleid spontan einen Kniefall auf der Bühne hinlegte, der nicht ausgemacht war. „Generell müssen die Leute authentisch sein, man kann am persönlichen Ausdruck arbeiten, aber niemanden völlig umkehren“, sagt der Mann hinter den Stars. Er guckt, wem die Diva-Geste steht, wer durch Körpersprache seine maskuline Art betonen sollte.

Wem er den Sieg gönnt? Das verrät der 42-Jährige nicht, da hat DSDS-Titan Bohlen Stimmrecht. Aber der Rocker am Klavier, Holger Göpfert, und Schlager-Performerin Vanessa Neigert gönnt er die Publikumsgunst. Jungs haben bei DSDS mehr Chancen, zu gewinnen: Die meisten der Anrufer, die für ihren Star beim Publikumsvoting ihre Stimme abgeben, sind Mädchen zwischen 12 und 14 Jahren. Zudem rufen viele Frauen der Müttergeneration an sowie „Anti-Zuschauer“, die eher für Exoten votieren. Dass heute manche über die Inflation von Castingshows lästern, ärgert Heidemann. „Auch Katja Ebstein, Peggy March, Gitte und Marianne Rosenberg haben etwa als Grand-Prix-Sieger angefangen.“

DSDS läuft auch in der sechsten Staffel erfolgreich, anders als die SAT-1-Show „You can Dance“, bei der Heidemann auch Choreograf war. „Als Tänzer wird man in Deutschland eben kein Star.“ In der Pubertät hören viele Jungs auf, „weil der Sport als schwul gilt“. Tanzen habe hierzulande anders als etwa in China, wo der Charlottenburger oft arbeitet, keine Tradition. Für DSDS träumt er von einer Disko-Mottoshow und vom Kombitraining mit Nik Dombek. Der kommt auch aus Berlin, ist mit 15 Jahren Deutschlands jüngster Tanzlehrer und gibt schon bei Heidemann Kurse. Annette Kögel

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