Echoverleihung in Berlin : Mit Stil und Stars

Der Echo feiert 20-jähriges Jubiläum. Shakira, Black Eyed Peas und Take That sind nominiert. Und Moderatorin Ina Müller denkt schon über ihr Outfit nach.

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Moin. NDR–Moderatorin Ina Müller moderiert, Peter Maffay guckt zu.
Moin. NDR–Moderatorin Ina Müller moderiert, Peter Maffay guckt zu.Foto: dpa

Beim ersten Mal fand die Echo-Verleihung noch in ziemlich kleiner Runde statt, es war ein Abendessen, ein Charity-Dinner mit 450 Gästen. Ganz so exklusiv wie 1992 ist der Kreis längst nicht mehr. Wenn in wenigen Wochen der Musikpreis vergeben wird, dann feiern 3500 Zuschauer in einer der großen Messehallen am Funkturm. Und schick? Nein, auch das ist der Echo nicht mehr, „ich zieh’ kein Abendkleid an“, stellte die Moderatorin Ina Müller auch gleich mal klar. „Eher was Rockiges mit Nieten.“

Sieben Wochen sind es noch, dann fahren die Limousinen der Stars vor am Hammarskjöldplatz in Charlottenburg. Die diesjährige Echo-Verleihung feiert ein kleines Jubiläum, es ist die 20. Auflage, die elfte hintereinander in Berlin. Doch auf großes Getöse werden die Veranstalter zum 20-Jährigen verzichten. Die Musik steht im Mittelpunkt. Die ARD überträgt live ab 20.15 Uhr aus der Messehalle.

Insgesamt werden Preise in 25 Kategorien verliehen. Neu sind Auszeichnungen für die Künstler, die im vergangenen Jahr am erfolgreichsten im Radio und im Ausland waren. Als bester nationaler Künstler in der Kategorie Rock/Pop sind unter anderem David Garrett, Reinhard Mey und Peter Maffay nominiert. Letzterer reiste am Donnerstagvormittag nach Berlin, um gemeinsam mit Moderatorin Müller die Namen der Nominierten vorzustellen. Darunter sind Weltstars wie Phil Collins, Shakira, die Black Eyed Peas, Katy Perry, Rihanna, Take That und Robbie Williams. Der, so hat er vor einiger Zeit mal erzählt, will ja Besitzer einer Wohnung am Checkpoint Charlie sein („die genaue Adresse verrate ich nicht“). Wenn es denn stimmt und er wirklich anreisen sollte, muss er sich zumindest kein Hotelzimmer suchen.

Peter Maffay freute sich auf einen ganz anderen: den glatzköpfigen Grafen von Unheilig. Dessen CD „Große Freiheit“ sei sein persönliches Album des Jahres, sagte Maffay. Nominiert sind bei den Frauen Sarah Connor, Nina Hagen und Nena, bei den Bands unter anderem Ich + Ich, Silly und die Atzen aus Tempelhof. Ausschlaggebend für die Nominierungen sind die Verkaufszahlen der Künstler im vorigen Jahr sowie Jury-Entscheidungen. Am Finalabend kann das Publikum dann im Internet über drei Auszeichnungen selbst abstimmen.

Auf jeden Fall singen wird Lena Meyer-Landrut – und zwar den Song, mit dem sie am 14. Mai beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf den Titel verteidigen will. Auch US-Jungstar Bruno Mars steht als Live-Künstler fest, er wird das Lied „Grenade“ präsentieren. Wer die Show in der Halle sehen will, sollte sich beeilen, wenn in den nächsten Wochen der Ticketverkauf auf der Internetseite des Echo startet. Die etwa 1000 Karten, die verkauft werden, dürften wie im vergangenen Jahr in wenigen Minuten weg sein. Den Kartenpreis und das genaue Datum des Vorverkaufsstarts wollten die Veranstalter nicht mitteilen.

Mehr Informationen auf

www.echopop.de

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