Ein Grund zum Feiern : Koninginnendag in der niederländischen Botschaft

Allen Grund zum Feiern: Der niederländische Botschafter Marnix Krop hatte zum niederländischen Nationalfeiertag, dem Koninginnendag, in die Botschaft geladen.

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Ein Wachsoldat der Koninklijke Maréchaussee salutiert vor den Gästen des Empfanges.Alle Bilder anzeigen
Foto: Rolf Brockschmidt
29.04.2011 14:36Ein Wachsoldat der Koninklijke Maréchaussee salutiert vor den Gästen des Empfanges.

Für Botschafter Marnix Krop gab es am vorgezogenen Koninginenndag, der heute in den Niederlanden begangen wird, gleich zwei Dinge zu feiern: zum einen den Geburtstag von Köngin Beatrix und zum zweiten den „außergewöhnlich erfolgreichen“ zweiten Staatsbesuch, den die Monarchin Deutschland vor zwei Wochen abgestattet hatte. „Das Vier-Tage-Programm war ein Marathon“, sagte der Botschafter, und der Besuch habe alle Erwartungen übertroffen. Wer nicht dabei war, konnte sich in der Botschaft auf Monitoren die Höhepunkte auf Fotos anschauen, eine riesige orangefarbene Kiste mit rot-weiß-blauen Schliefen bot als „Geschenk der Königin“ sechs Minuten Hörprobe per Kopfhörer vom Auftritt des Concertgebouworkest in der Philharmonie.

Und wie es bei den Niederländern schon Tradition ist, salutierten zwei Ehrenwachen der Koninklijke Maréchaussee in blauer Uniform und mit Bärenfellmütze mit blankem Säbel vor den Gästen, die zum Defilee Schlange standen, darunter auch Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer, der ehemalige, demokratisch gewählte Minsiterpräsident der DDR, Lothar de Maizère, Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky und viele Diplomaten, darunter auch Hussain M. Fadhlalla Alkhateeb, Botschafter des Irak. Er ist wohl der einzige arabische Botschafter, der sich in fließendem Niederländisch mit seinem holländischen Amtskollegen unterhalten kann. Alkhateeb lebte in den Niederlanden im Exil und wurde vor kurzem Botschafter des neuen Irak in Berlin. „Für mich war der Sturz von Saddam Hussein so wie der Fall der Berliner Mauer“, sagte er mit leichtem Akzent, „sehr emotional.“ Aber er gibt sich zuversichtlich für die Zukunft.

Mit Nordseegarnelen, Wurstspezialitäten, Pommes und Bitterballen war auch für das leibliche Wohl gesorgt. Und auch die Wachsoldaten genehmigten sich nach der Ablösung ein kühles Bier und plauderten mit den Gästen. Und  zwei junge Damen schwebten im Foyer und im Prinz-Claus-Saal in aufwendigen Blumenkleidobjekten durch die Gästeschar und erinnerten daran, dass der Blumenexport ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Niederlande ist.

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