Stadtleben : Ein Jubiläum ist nicht genug

Die Lange Nacht der Museen feiert Zehnjähriges – und nicht nur das Zum Fest singen die 17 Hippies ein Ständchen. Auch die Feuerwehr tritt auf

Die 21. Lange Nacht der Museen müsste eigentlich „Lange Nacht der Jubiläen“ heißen. Die Jahrestage häufen sich nur so. Das Anti-Kriegs-Museum feiert 25-jähriges Bestehen, der Verein Berliner Unterwelten kann ebenso auf zehn Jahre zurückblicken wie das Kindermuseum Labyrinth. Und die Lange Nacht der Museen selbst wurde vor zehn Jahren zur „Urmutter der Langen Nächte“, wie die Veranstalter gern betonen. Da verwundert es nicht, dass die Zahl „Zehn“ den Abend bestimmt. Das Feuerwehrmuseum wird die Zahl meterhoch aus Holzpaletten nachbauen und in Brand stecken, die Besucher dürfen sich dann als Feuerwehrmänner versuchen.

„Wir haben den Museen gesagt: Lasst die Zeit Revue passieren und greift auf erfolgreiche Programmpunkte zurück“, sagt Sprecherin Gabriele Miketta. So hat das Ethnologische Museum wie schon im Jahr 2000 die Berliner Band „17 Hippies“ eingeladen – die hat in der Zwischenzeit durch den Kinofilm „Halbe Treppe“ Kultstatus erlangt. In der Gemäldegalerie führt Direktor Bernd Lindemann durch die Räume und zeigt sein persönliches „Best of“. Auch das wiedereröffnete Haus der Kulturen der Welt ist dabei, ebenso das Naturkundemuseum.

Auch das Abgeordnetenhaus beteiligt sich wieder an der Langen Nacht: Thema sind die preußischen Reformen; Tanz, Musik, ein Salon und historische Talkshows versetzen zurück ins Jahr 1807.

40 000 verkaufte Karten erwarten die Veranstalter. Der Weg zwischen den einzelnen Museen ist diesmal anders strukturiert. Ein kostenloser Busshuttle verbindet die vier „Museumszentren“ Brandenburger Tor, Museumsinsel, Potsdamer Platz und Schloss Charlottenburg. Übrigens feiert auch die Stadt Berlin ein Jubiläum. Seit 20 Jahren besteht die Städtepartnerschaft mit Paris. Deswegen eröffnet Klaus Wowereit zusammen mit einer Pariser Delegation und allen 110 Museumsdirektoren die Veranstaltung am Roten Rathaus. mj

Ausführliche Informationen zur Langen Nacht der Museen gibt es am Sonnabend im Tagesspiegel. Infos auch unter www.lange-nacht-der-museen.de

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