Eishockeymeister : Bären auf dem Balkon

Erst im Autokorso mit 300 Autos, dann am Roten Rathaus: Tausende feiern den Eishockeymeister. Der Regierende Bürgermeister Wowereit erklärte Berlin zur "deutschen Eishockeyhauptstadt".

Claus Vetter
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Klaus Wowereit mit Spielern der Eisbären auf dem Balkon des Roten Rathauses. -Foto: dpa

Blau, weiß und rot. Das waren die beherrschenden Farben am Sonnabend im Zentrum von Berlin. Die Vereinsfarben der Eisbären: Am Sonnabend waren die Fans des neuen deutschen Eishockeymeisters Eisbären für ein mittleres Verkehrschaos in der Stadt verantwortlich. Rund 300 Autos machten sich am Mittag vom Lehniner Platz auf dem Kurfürstendamm auf den Weg, um die Spieler zu begleiten. Der Autokorso führte dann über die Tauentzienstraße, den Potsdamer Platz und Unter den Linden zum Roten Rathaus, wo bereits tausende Fans warteten und die Spieler auf dem Balkon bejubelten.

Es war der größte Autokorso, den der viermalige Meister bislang erlebt hat. Eisbären-Geschäftsführer Billy Flynn sagte: „Als wir vergangenes Jahr in Berlin unterwegs waren, hat es wenige interessiert. Aber seitdem wir in unser neuen großen Halle spielen, werden wir genauso behandelt wie Hertha.“ Die Eisbären haben in ihrer neuen Arena ihren Zuschauerschnitt verdreifacht. Früher im Sportforum Hohenschönhausen kamen im Schnitt 4500 Zuschauer, um die Spiele des Vereins zu sehen, in der neue Arena kamen in dieser Saison fast 14 000 Zuschauer durchschnittlich zu den Eisbären.

Im Rathaus wurden die Eisbären vom Regierenden Bürgermeister empfangen. Klaus Wowereit sagte, dass Berlin die „deutsche Eishockeyhauptstadt“ sei. Der Regierende Bürgermeister wünschte sich zudem, dass „die Eisbären auch in der kommenden Saison international erfolgreich sind“. Auf dem Balkon des Rathauses präsentierte sich die Mannschaft schließlich ihren Anhängern. Vor rund 3000 Anhängern sagte Stürmer Stefan Ustorf: „Der Titel gehört auch genauso unseren Fans, ohne euch wären wir nicht hier.“

Nach dem Empfang beim Berliner Rathaus zog der Eisbären-Tross weiter zur O2-World an der Mühlenstraße, wo dann die große Abschlussparty einer erfolgreichen Saison begann. Abgerundet werden sollte die Veranstaltung vor rund 5000 Anhängern in den frühen Abendstunden mit einem Feuerwerk. cv

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