Fashion Week : Mode am Brandenburger Tor

Gleich im die Ecke: Der neue Standort der Fashion Week am Brandenburger Tor kommt an – auch bei prominenten Besuchern.

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Keine Postkarte kann ein schöneres Berlin-Bild bieten. Wenn man im weißen Zelt der Mercedes-Benz Fashion Week auf die Terrasse der VIP-Lounge tritt, blickt man direkt aufs Brandenburger Tor. Kein Wunder, dass die reichlich vorhandenen Smart Phones ununterbrochen Videos und Fotos aufnehmen. „Und die gehen rund um die Welt, das ist gut für uns“, freute sich Klaus Wowereit bei der Fashion Night, die am Mittwochabend im Borchardt gefeiert wurde.

Nach langem Hin und Her bei der Suche nach einem passenden Ort stellte sich heraus, dass die prominenten Besucher jedenfalls begeistert sind vom neuen Standort. Designerin Jette Joop, die in einem feuerroten Kleid von Michael Sontag kam, fand am Bebelplatz zwar die Vorfahrt besser. Aber der neue Standort gefiel ihr auch, besonders der tolle Blick von der Terrasse. Den lobte auch KaDeWe-Chefin Ursula Vierkötter, die den Umzug rundum gelungen findet. „Aber wir müssen den Fashion-Leuten ja auch was bieten, damit sie Berlin als Standort behalten“, fügte sie hinzu. Sängerin Vicky Leandros erzählte, dass sie schon zweimal im Zelt war: „Ein super Ort ist das, ganz toll gemacht.“

Iris Berben, sehr elegant mit schwarzem Hut und schwarzem Fächer zum weißen Jackett, erinnerte an ihren Kampf gegen den Standort Bebelplatz mit dem unterirdischen Mahnmal. Den Umzug findet die Schauspielerin, die immer wieder die Liste der am besten angezogenen Frauen im Land anführt, auch gut. „Als Bewohnerin von Mitte frage ich mich allerdings, ob wirklich an 200 Tagen im Jahr die Straße des 17. Juni gesperrt sein muss.“ Für die Fashion Week immerhin lohnt es auch aus ihrer Sicht: „Die ist schon anders und besonders.“ Dem Designer Michael Michalsky gefällt der neue Standort ebenfalls.

Kein Wunder, es ist ja noch näher zu seinem Geschäft und der Catwalk-Bar im Marriott-Hotel, die er gestaltet hat. Auch Josef Voelk, dessen Geschäft „The Corner“ am Gendarmenmarkt von den Stars frequentiert wird, findet die neue Lage „sehr schön“. Einziger Nachteil in diesen hektischen Tagen ist der für ihn weitere Weg. „Man darf ja nicht vergessen, dass es nicht nur um Show geht, sondern auch darum, Geschäfte zu machen.“ Sabine Christiansen fand den neuen Ort kompromisslos „supergenial“.

So ähnlich urteilten auch die Gastgeberinnen von Mercedes und „Vogue“. Gerade waren 22 Teams aus Fashion- Week-Städten in der ganzen Welt im Zelt am Brandenburger Tor zu Gast, um in einem Workshop zu lernen, wie man so was macht. Auch „Vogue“-Chefredakteurin Christiane Arp stimmte ein in die Euphorie zum zehnten Geburtstag der Fashion Week: „Alles, was ich heute gesehen habe, hat mir toll gefallen. Glauben Sie mit mir daran, dass es in Berlin wunderbare Designer gibt.“

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