Filmpremiere : Transformers: Wir sind die Roboter

Premiere von "Transformers – Die Rache" mit Shia LaBeouf und Megan Fox. Das Großes bevorstand, war jedem klar, der gestern zufällig dort vorbeikam.

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Traumpaar. Megan Fox und Shia LaBeouf bei der „Transformers“-Premiere. -Foto: dpa

Stapelt man 35 000 DVDs aufeinander, ergibt dies einen Turm von rund 44 Metern – und 145 Terabytes Speicherplatz. So viel war zur Herstellung des Roboter-Thrillers „Transformers – Die Rache“ nötig, was zunächst imponiert. Allerdings, um die Höhe des Sony-Zeltdachs zu erreichen, müsste man noch einmal, grob gerechnet, 17 000 Silberlinge drauflegen, und zöge man die Cheops-Pyramide, einen der Drehorte, zum Vergleich heran, wären es... Nun, das führt zu weit, obwohl solch ein Riesenspektakel, wie es am Sonntagabend im Cinestar unterm Sony-Dach deutsche Premiere feierte, derartige Überlegungen nahe legt.

Dass Großes bevorstand, war jedem klar, der gestern zufällig dort vorbeikam: der übliche rote Teppich, aber ergänzt durch eine überdimensionale, blauäugige Transformers-Maske, wie aus Stein gehauen, vom Studio Babelsberg modelliert, am Abend die vielfotografierte Kulisse für die vorbeiströmenden Prominenten und die drei Hauptpersonen: Regisseur Michael Bay und seine beiden Jungstars Shia LaBeouf und Megan Fox. Ein äußert erfolgreiches Trio: Der erste „Transformers“-Film 2007 hatte weltweit über 700 Millionen Dollar in die Kassen gespült, machte LaBeouf, der im selben Jahr mit „Disturbia“ seinen Durchbruch hatte, endgültig zu einem höchst gefragten Darsteller in Hollywood.

Im Vorfeld der Premiere hatte es am Nachmittag eine Pressekonferenz im nahen Ritz-Carlton gegeben, in der Michael Bay stolz darauf hinwies, dass es vor ihm seit rund 30 Jahren niemandem mehr gelungen sei, eine Dreherlaubnis für die Pyramiden zu bekommen. Von den gigantischen Detonationen beim Drehen war natürlich auch die Rede. Er habe mit „Pearl Harbor“ die größte Explosion bei Dreharbeiten inszeniert, und diesmal seien die Darsteller an den Explosionen so nah dran gewesen wie nie zuvor, berichtete Bay voller Stolz. Wozu das gut sei? Nun, immerhin ließ er keinen Zweifel, dass es nicht um letzte Werte oder ähnlich Existenzielles geht: „Es ist Entertainment, ein Superhelden-Film, der von Heroismus, Opferbereitschaft handelt“. Ein Statement habe er nicht abgeben wollen.

Bei den großen Geballer vor der Kamera hat das Pentagon den Regisseur sehr unterstützt, und als er in White Sands, New Mexico, drehte, wären auch die dort stationierten Bundeswehr-Soldaten gerne dabei gewesen, wie er erzählte. Sie durften aber nicht, und so wurde die Welt ohne deutsche Hilfe gerettet. ac

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