Stadtleben : „Fischers Fritz“ fischt zweiten Michelin-Stern

Nach mehr als einem Jahrzehnt hat Berlin wieder ein Zwei-Sterne-Restaurant. In der neuen Ausgabe des Michelin-Restaurantführers erhält Christian Lohse vom „Fischers Fritz“ im Hotel Regent am Gendarmenmarkt die hohe Auszeichnung – er ist damit der dritte Berliner Küchenchef nach Henry Levy und Siegfried Rockendorf, der das geschafft hat. Auch der am Montag veröffentlichte Gault-Millau-Führer hatte Lohse um einen Punkt nach oben gestuft und ihn mit 18 von 20 möglichen Punkten unter die vier besten Köche der Stadt eingereiht. „Ich schenke den zweiten Stern Berlin“, sagt er in einer ersten Reaktion.

Noch ein weiterer Berliner Küchenchef hat Grund zur Freude: Marco Müller von der „Weinbar Rutz“, der im vergangenen Jahr bereits als Hoffnungsträger genannt worden war, ist mit dem ersten Stern ausgezeichnet worden. Müller äußerte sich gestern sehr zufrieden. „Wir haben uns ja im vorigen Jahr schon hingesetzt und überlegt, was wir in dem Fall machen würden“, sagte er, „aber es wird nichts Grundsätzliches am lockeren Konzept geändert“. Restaurantleiter Hendrik Canis ergänzte: „Wir stellen trotzdem keine Blumen auf die Toilette!“

Und endlich gibt es auch positive Neuigkeiten aus Brandenburg: Oliver Heilmeyer, der Küchenchef des Hotels „Zur Bleiche“ in Burg im Spreewald ist für das Restaurant „17fuffzig“ ebenfalls mit einem Stern gewürdigt worden. Damit ist er neben Alexander Dressel vom Bayerischen Haus der einzige derart ausgezeichnete Küchenchef in Brandenburg. Über eventuelle Herabstufungen war gestern noch nichts bekannt. bm

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