FREIZEITGESPRÄCH : Gold, Silber, Polyester auf der Zeughausmesse

Nicht historisch, sondern modisch geht es bis Sonntag täglich ab 10 Uhr im Zeughaus Unter den Linden zu. Bei der 9. Messe für angewandte Kunst und Design. Albrecht Pyritz hat sie organisiert.

Herr Pyritz, was gibt es zu sehen? Schmuck ohne Ende, aber auch Mode. Etwa die Kleider, Taschen und Armbänder aus den Dingern, die uns sonst im Nacken quälen: Kleideretiketten, wo draufsteht: 40 Prozent Polyester und bei 30 Grad waschen.

Dann ist das eine Messe für Modefans?

Nein, es gibt auch anderes zu sehen: schwarze, auf besondere Weise hergestellte Keramikschalen, die an etruskische Vasen erinnern zum Beispiel. Die kaufen Museen wie nichts. Oder Möbel mit speziellen geometrischen Intarsien. Und sehr schlichte Uhren, bei denen jedes Detail mit der Hand gearbeitet ist.

Also eine Art Kunsthandwerksmarkt?

Eher die schickste und größte Messe für angewandte Kunst in Deutschland. Wir erwarten etwa 18 000 Besucher.

Und wem das alles zu teuer ist?

Der bummelt über den Flohmarkt am Arkonaplatz und sucht da ein Schnäppchen. dma

0 Kommentare

Neuester Kommentar