FREIZEITGESPRÄCH : Kampf der Gummi-Gladiatoren

Drei, zwei, eins – Jugger! Dieser Schlachtruf wird Sonnabend und Sonntag ab 11 Uhr durch den Friedrich-Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg schallen. Da findet die 10. Deutsche Juggermeisterschaft mit 20 Mannschaften umsonst und draußen statt. Sogar Dänen sind dabei. Und natürlich Jugger e. V. aus Berlin samt Lester Balz, 33.

Ist Juggern ein Trendsport für durchgeknallte Fantasy-Fans?

Nee, gar nicht! Wir tragen normale Trikots, sind „sportförderwürdig“, machen Workshops an Schulen und haben eine Liga. Anfang der 90er waren wir dagegen noch Freaks, die aus PVC-Rohren und Schaumstoff Keulen, Morgensterne und Schwerter gebastelt haben, um Endzeit-Science-Fictions nachzuspielen. Die Dinger heißen übrigens Pompfen.

Pompfen?

Ja, weil es „Pompf“ macht, wenn man mit der Spielzeugwaffe einen Gegner trifft. Vier Kämpfer und ein Läufer sind eine Mannschaft, die versucht den Jugg, einen Gummi-Hundeschädel, ins gegnerische Tor zu stecken.

Wie lange dauert ein Spiel?

Zwei Mal 100 Trommelschläge – das sind so 20 Minuten. Ist sehr spaßig, sportlich und teamorientiert.

Geht spontan Gladiator spielen auch?

Klar! Wer am Sonnabend um 10 Uhr da ist, kann noch in eine Mannschaft einsteigen. Und natürlich können alle gucken und Pompfen testen kommen.

Und wer weniger kämpferisch veranlagt ist?

Geht in die C-Base. Ein Club in Mitte, Rungestr. 20, mit PC-Workshops und Bar. Pssst! – ist eigentlich eine abgestürzte Raumstation. gba

Mehr im Internet unter:

www.jugger.de

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