Fünf Jahre Botschaft : Niederländer feiern in Mitte

Vor fünf Jahren wurde die niederländische Botschaft an der Mühlendammschleuse eröffnet. Wim Kok, ehemaliger Ministerpräsident der Niederlande, sprach aus diesem Anlass zum Stand der Beziehungen.

Rolf Brockschmidt

Auf den Tag genau vor fünf Jahren hatte Königin Beatrix die niederländische Botschaft nahe der Mühlendammschleuse in Mitte eröffnet. Aus diesem Anlass und in Würdigung des „beliebtesten deutschen Botschafters in den Niederlanden“ – gemeint war an diesem Montagabend Otto von der Gablentz, der 2007 verstarb – hielt der ehemalige niederländische Ministerpräsident Wim Kok die erste Lesung zu Ehren des deutschen Diplomaten in der Botschaft im Prinz-Claus-Saal bei einem Festessen ab.

Wertvolle Tipps für den Gesandten

Von der Gablentz hatte seine Popularität vor allem seinen perfekten Niederländischkenntnissen und seinem Interesse für die Unterschiede zwischen Deutschen und Niederländern zu verdanken. Wertvolle Tipps für seinen Posten in Berlin habe er noch von dem deutschen Diplomaten bekommen, bekannte Gesandter Derk Oldenburg. Kok lobte die Zusammenarbeit zwischen den Ländern – auf der praktischen Ebene der Bürger entstehe das neue Europa. Kok erinnerte an die erste Euregio, die nicht zufällig 1958 zwischen den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen gegründet wurde.

Otto von der Gablentz habe immer gesagt, man müsse die Bürger Europas zu europäischen Bürgern machen. Dem applaudierte unter anderem Witwe Hetty von der Gablentz-Jongsma und die Bundestagsabgeordneten Jörg van Essen, Barbara Hendricks, Gesine Lötzsch und Winfried Nachtwei.

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