Stadtleben : Geschichte einer Großmutter

Hinter jedem großen Mann steht eine starke Frau, heißt es. Für den Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer und seine Frau Helene Schweitzer-Bresslau stimmt dieses Wort. Dies berichtet Monique Egli-Schweitzer, als sie zum 43. Todestag ihres Großvaters erstmals die Albert- Schweitzer-Stiftung „Wohnen & Betreuen“ in Blankenburg besucht. Hier leben geistig oder seelisch beeinträchtigte Menschen zusammen, und werden von den Pflegekräften unterstützt – ganz im Sinne des altruistischen Leitsatzes Schweitzers: „Ehrfurcht vor dem Leben“.

„Die Geschichte meiner Großmutter ist eine unglaublicher Selbstdisziplin“, sagt die Kinderkrankenschwester Egli- Schweitzer. Helene habe durch ihre Korrekturarbeit zur Veröffentlichung der philosophischen und theologischen Schriften des berühmten Tropenarztes Schweitzer beigetragen. Auch für sein Krankenhaus Lambarene an der afrikanischen Westküste habe die gelernte Krankenschwester trotz eigener schwerer Krankheit Großes geleistet. Nach dem Vortrag über das Leben ihrer Großmutter enthüllte Egli-Schweitzer eine Bronzestatue. Sie zeigt Schweitzer, den Arztkoffer in der einen Hand, den Notenkoffer in der anderen. „Mein Großvater war ein großer Bach-Verehrer“, sagt die Enkelin. eve

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