Grips-Theater : Die schönste Zeit im Leben

Stefan Fischer-Fels übernimmt 2011 von Volker Ludwig die Künstlerische Leitung des Grips-Theaters.

Foto: David Baltzer
Foto: David Baltzer

Er hat dann auch einen schönen Fußballvergleich gefunden für das, was demnächst im Grips-Theater passiert. Er könne sich glücklich schätzen, den „Franz Beckenbauer des Kindertheaters“ als Berater an seiner Seite zu haben.

Stefan Fischer-Fels übernimmt 2011 von Volker Ludwig die Künstlerische Leitung des Grips. Gestern stellte sich der Neue vor. Ein historisches Ereignis gewissermaßen: Fischer-Fels, geboren 1964 in Berlin, war noch nicht einmal in der Schule, als das Grips-Theater von Volker Ludwig gegründet wurde. Er hat das Haus auch erst als Student (Psychologie, Soziologie, Erziehungswissenschaften) kennengelernt. Dafür um so nachhaltiger: Von 1993 bis 2003 war Fischer-Fels Dramaturg und Theaterpädagoge am Hansaplatz. Seither leitet er das Junge Schauspielhaus Düsseldorf, mit großem Erfolg.

Ein Abschied nach 42 Jahren. Der Volker Ludwig vielleicht gar nicht so schwer fällt, denn er bleibt Geschäftsführer, und er wird mehr Zeit haben zum Schreiben. Zum Ende seiner letzten Spielzeit, für Mai 2011, ist die Uraufführung eines Ludwig-Stücks geplant, das der 73-Jährige mit dem Ensemble gemeinsam erarbeitet. Es hat den programmatischen Arbeitstitel „Bleib bei dir“.

Und so stellen sie sich beide, Ludwig und Fischer-Fels, die Zukunft vor: Das Grips bleibt sich selbst treu, als Theater für „alle Altersgruppen, sozialen Schichten und Kulturen“, man hält am Mitbestimmungsmodell fest. Es handelt sich um eine „freundschaftliche Übernahme“, wie betont wird. Und vor allem bleibt das Grips ein Autorentheater. Als Entwickler von Stoffen und Stücken hat sich Fischer-Fels einen Namen gemacht. Volker Ludwig wollte ihn jetzt verpflichten. Später wäre er dann nicht mehr frei gewesen, da ihm auch in Düsseldorf ein Angebot zur Vertragsverlängerung vorlag. „Dass ich hier die Leitung übernehmen darf, ist der schönste Moment in meinem Leben, außer der Geburt meiner drei Kinder. So spricht der junge Grips-Papa. R. S.

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