Grüne Woche : Ferkel unterm Funkturm

Die Grüne Woche bietet auch für die kleinen Besucher interessante Angebote: Auf dem Erlebnis-Bauernhof können Kinder viel lernen - und viel riechen.

Hadija Haruna
grüne woche
Zum Quietschen. Kinder können die Ferkel auch mal streicheln. -Foto: Thilo Rückeis

Angestrengt reckt sich das Ferkel nach der Plastiktüte der Frau, die am Gehege lehnt. Immer wieder rutscht es ab an der glatten Wand. Und trotzdem versucht es, mit der Schnauze die Tüte zu erwischen. „Schau mal, wie süß“, ruft ein kleines Mädchen und deutet auf das Schwein. Da wird auch die Frau mit der Tüte aufmerksam und gibt dem Ferkel einen liebevollen Klaps.

Auf dem „Erlebnis-Bauernhof“ in Halle 3.2. riecht es nach Stall und Schweinetrog. Für die jungen Besucher auf der Grünen Woche gibt es hier viel zu erleben: Tiere, Tests und Technik. Wer seiner Nase folgt, stößt auf die etwa 40 kleinen Ferkel und Kühe, die sich in einem Gehege beziehungsweise einem vollautomatischen Kuhstall tummeln. Unweit daneben können Kinder auf dem „Wissenshof“ aus Sahne Butter machen oder Humus auf die darin enthaltenen Kleinlebewesen untersuchen. „Wir beantworten einfache Fragen, wie zum Beispiel: Warum Rotkohl sich blau färbt", sagt Lena Mersing von der Albrecht-Thaer-

Schule in Celle. Die Antwort ist die: Rotkohl wird blau, weil er auf Saures, zum Beispiel auf die Säure von Zitrone, reagiert. Und so etwas wollen nicht nur Kinder wissen.

Geschick ist bei „Multitalent Holz“ in Halle 4.2 gefragt. Durch ein Seil gesichert können die jungen Besucher eine acht Meter hohe Kiefer erklettern, in der Baumspitze ein Rätsel lösen und ein Geschenk ergattern. Außerdem werden kleine Figuren ausgesägt und es gibt einen Schnupper- und Hörkurs.

Etwas Besonderes ist das weiße Rentier in Halle 26a bei „Natur erleben – Jagen und Angeln“. „Es heißt Blacky, weil es ein schwarzes Ohr hat“, sagt Birgit Wendlandt vom Wildgehege Golz. „Eigentlich wäre Blacky schon längst geschlachtet worden, wenn er nicht zu klein geraten wäre.“ Die Sonderschau präsentiert noch weitere Wildtiere, wie Fasane, Dam- und Muffelwild.

Auch in Halle 1.2 „Heim-Tier&Pflanzen“ gibt es Tiere zum Anfassen: Einen Streichelzoo mit Kleintieren, Insekten und Zierfischen. Riesige Rinder und Schafe können in der Tierhalle 25 gestreichelt werden. Im angrenzenden Vorführring gibt es regelmäßige Tierschauen.

Wer morgens kommt, sollte um 10 Uhr die Kinder-Land-Schau auf der Bühne der Halle 21b nicht verpassen. Wie Brot und Wurst hergestellt werden, können Kinder in Halle 23a erfahren. Und mit ihrem Wissen dann am Frühstückstisch angeben. Hadija Haruna

Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Schüler zahlen 7 Euro. Familien mit maximal drei Kindern (bis 14 Jahre) zahlen 25 Euro.

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