Halloween : Monster von nebenan

Halloween am Freitag: Na, wenn das mal kein guter Grund ist, sich mit Kunstblut zu beschmieren und falsche Zähne einzusetzen.

Patricia Hecht
polla disaster
Die will nur spielen. Zumindest Musik. Polla Disaster legt im "Adagio" am Marlene-Dietrich-Platz auf. Dort werden 1500...Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Teufel tanzen mit bluttriefenden Vampiren, Mumien verheddern sich in Spinnweben, und von den Zombies sollte man sich auch nicht erschrecken lassen. Wer zur Halloween-Maskerade dagegen als Mensch geht, fällt unangenehm auf – der Monster-Dress ist erwünscht.

Die Horrorfeier in den schummrigen Kellergewölben des Nachtclubs „Adagio“ am Marlene-Dietrich-Platz feiert dieses Jahr Jubiläum: Die größte Halloween-Party der Stadt geht in die zehnte Runde. 1500 kostümierte Seelen erwartet Veranstalter Bob Young, der als US-Amerikaner mit dem Gruselfest aufgewachsen ist. „In Berlin hat sich Halloween seit der Jahrtausendwende etabliert“, sagt er. Fasching werde in der Stadt zwar nicht besonders groß gefeiert, die Lust an der Verkleidung sei aber da, vor allem jetzt, da Halloween auf einen Freitag fällt.

Aufdonnern wie beim Christopher Street Day

Lust am Verkleiden hat auch Polla Disaster, die bei der Maskerade als DJane auflegen wird. Für die Dragqueen gehört Kostümierung zum Leben. „Nur beim Christopher Street Day und bei Halloween kann man sich sonst so schön aufdonnern“, sagt sie. Halloween sei deshalb ein ganz besonderes Ereignis, auf das sie sich auch seit Wochen vorbereite: Auf die Maskerade wird sie mit schwarzem Spitzenkleid und mörderischen Zähnen gehen. Zwei Stunden wird Polla Disaster zum Verkleiden und Schminken schon brauchen, schätzt sie. Anschließend legt sie für ihr Publikum aber eher harmlose Musik auf: Pop und R’n’B, damit sich auch alle amüsieren.

Wer noch unentschlossen ist, ob er als Werwolf oder doch lieber als Fee die Nacht durchtanzen und für das beste Kostüm Spa-Gutscheine im Adlon gewinnen möchte, kann sich vor der Party noch bei einem Kostümverleiher umsehen. „Gut gehen die Klassiker: Zombies, Werwölfe und Hexen“, sagt Ina Königs von Maskworld. Auch Filmcharaktere wie Freddy Krueger seien beliebt, und natürlich bunte Kontaktlinsen. Und vor allem viel, viel Kunstblut.

„Halloween Masquerade“; ab 22 Uhr im Adagio, Mitte, Marlene-Dietrich-Platz. Der Eintritt kostet 15 Euro.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben