Harlem Globetrotters : Riesenshow

Die Show-Basketballer der Harlem Globetrotters sind das wohl außergewöhnlichste Basketball-Team der Welt. Gerade sind sie auf Welttournee, am 13. März spielen sie in der Berliner Max-Schmeling-Halle.

Patricia Hecht

Barack Obama ist Fan von ihnen, Whoopi Goldberg und Nelson Mandela sind Ehrenmitglieder. Die Show-Basketballer der Harlem Globetrotters sind das wohl außergewöhnlichste Basketball-Team der Welt. Gerade sind sie auf Welttournee, am 13. März spielen sie in der Berliner Max-Schmeling-Halle.

Es ist nicht das erste Spiel der Ballkünstler in Berlin. Als sie 1951 im Olympiastadion auftraten, kamen 75 000 Zuschauer. Das ist noch immer deutscher Basketball-Freiluftrekord. Seitdem füllte das Team – in verjüngter Besetzung – immer wieder die Berliner Hallen. Zwar kann auch Alba nicht über mangelnde Zuwendung des Publikums klagen, aber ein Spiel der Globetrotters ist doch etwas anderes. „It’s all about fun – alles dreht sich darum, Spaß zu haben“, sagt Moo Moo Evans, der Spieler mit der Nummer 7. Der 26-Jährige drückt die Dunks im vierten Jahr bei den Globetrotters in den Korb. Ballakrobatik sei charakteristisch für sein Team, sagt er: „Wir spielen, um den Leuten spektakuläre Tricks zu zeigen und sie erst mit einem Lächeln auf den Lippen wieder gehen zu lassen.“ Ein bewunderndes Lächeln dürfte das oft sein: Michael „Wild Thing“ Wilson etwa hämmerte den Ball 1997 aus gut 3,65 Metern Höhe in den Korb und erreichte damit einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde.

Um ihrem Namen alle Ehre zu machen, spielten die Globetrotters seit ihrer Gründung 1927 in über 114 Ländern. Zum Verlieren verdammt sind dabei fast immer ihre Gegner – wie die Washington Generals, die die Globetrotters auch nach Berlin begleiten. „Mit den Generals ist es immer wieder aufs Neue spannend“, sagt Evans zwar. Aber in den mehr als 22 000 Spielen ihrer Geschichte gewannen die Globetrotters 21 655-mal. Weil sie Weltklasse sind – und nur ein bisschen, weil Verlieren auch dem Publikum keinen Spaß macht.

„Bei den Globetrotters zu spielen, das ist wie ein Traum für mich“, sagt Moo Moo Evans, der seinen Vornamen trägt, weil er als Kind literweise Milch trank. Seit 2002 ist das Team Mitglied der Basketball Hall of Fame. Die Spiele bei den Globetrotters haben einen pragmatischen Vorteil: Die Spielregeln sind dehnbar. „Auch bei uns gibt es Regeln“, sagt Evans, „aber ganz so streng wie in der NBA sehen wir das nicht.“ Von Alba Berlin hat Evans noch nichts gehört. „Ich komme im März das erste Mal nach Berlin“, sagt er. „Aber hey, vielleicht spielen wir eines Tages ja mal gegen Alba, wer weiß.“ Um das Berliner Publikum bei Laune zu halten, müssten dann aber wohl ausnahmsweise die Globetrotters verlieren. Patricia Hecht

Max-Schmeling-Halle, 13. März, 20 Uhr. Karten im Vorverkauf 23–40 Euro, Telefon 78 09 98 10.

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