Stadtleben : Hoffnung für vergessene Kinder

Zum Beispiel Claudia. Gerade zwölf geworden und auch an diesem Tag zum Mittagessen in die Suppenküche gekommen. Hier wurde sie gefeiert, bekam ein Geschenk, alles war gut – bis sie gefragt wurde, was sie sonst noch bekommen habe. Fast wären Tränen geflossen: In ihrer Familie hatte man den Geburtstag seit Jahren vergessen. Man liest die Geschichten, die Bernd Siggelkow in dem Buch „Deutschlands vergessene Kinder“ zusammengetragen hat, nicht ohne Rührung. Es sind traurige Erfahrungen, die der Gründer des christlichen Kinder- und Jugendwerks „Die Arche“ in Hellersdorf gemacht hat: Armut, Verwahrlosung, Einsamkeit. Aber es sind auch „Hoffnungsgeschichten“. Dass sie vor allem aus der ich-betonten Perspektive Siggelkows geschrieben wurden, ließ sich bei seiner prägenden Rolle wohl nicht vermeiden. ac





— Bernd Siggelkow/Wolfgang Büscher:
Deutschlands vergessene Kinder. Hoffnungsgeschichten aus der Arche. Gert Medien, Asslar. 190 Seiten, 14,95 Euro

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