Jüdische Kulturtage : Alles dreht sich um die Synagoge

Die Wiedereröffnung der Synagoge in der Rykestraße 53 in Prenzlauer Berg steht im Mittelpunkt der 21. Jüdischen Kulturtage, die am Freitag beginnen.

Mit 1200 Plätzen bietet die Synagoge jetzt erstmals auch Platz für Konzerte in dem restaurierten Gebetsraum, der am Freitag mit der Einbringung der Thora-Rollen wieder seiner Bestimmung übergeben wird. Das Ereignis wird um 11 Uhr mit einem Festakt gefeiert, den der Rundfunkchor Berlin unter Leitung von Samuel Adler mit wiederentdeckten jüdischen liturgischen Gesängen aus deutschen Synagogen des 19. Jahrhunderts untermalt.

Zum Programm der Kulturtage gehört am 1. September eine „Lange Nacht der Synagogen“, und zwar in dem Haus in der Rykestraße, in der Oranienburger Straße 28–30, am Fraenkelufer 10–16, in der Passauer Straße 4 sowie in der Münsterschen Straße 6. Auch Konzerte, von Hiphop über Klezmer bis zu Klassik, gibt es bei den Kulturtagen. „Verbotene Musik – Musik aus Theresienstadt“ ist beispielsweise am 6. September um 20 Uhr in der Synagoge Rykestraße zu hören – unter anderen mit dem Starviolinisten Daniel Hope. „Selma – In Sehnsucht eingehüllt“ heißt am 8. September um 21 Uhr in der Synagoge Rykestraße eine Veranstaltung unter anderen mit Hannelore Elsner. Es soll an Selma Meerbusch-Eisinger erinnert werden, die mit 15 Jahren ihr erstes Gedicht schrieb und 1942 mit 18 Jahren in einem deutschen Arbeitslager starb. Sie hinterließ 57 Gedichte, die der Schweizer Musiker David Klein vertonte. Zum Ausklang der 21. Jüdischen Kulturtage kann man am 9. September von 14 bis 22 Uhr das „Fest der Gemeinde“ im Gemeindehaus in der Fasanenstraße feiern. hema

Jüdische Kulturtage, 31. August bis 9. September. Näheres unter www.juedische-kulturtage.org, Ticket-Telefon: 0180/44 70 11.

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