KLEIDERkunde : Japanisch ist Spitze

GTH

Auf der Fashion Week begegnet man Menschen aus aller Welt, die sich viel Mühe mit ihrem Outfit geben. Wir schauen uns um und fragen: Warum haben Sie das an?

Auf festlichen Events wird Anita Keckeis oft für ihre ausgefallenen Outfits gelobt. Dann ist sie immer ganz verwundert: „Ich sehe doch immer so aus.“ Das liegt an ihrer Leidenschaft für den japanischen Designer Issey Miyake und seine in viele scharfe Falten gelegten Gewänder. Von denen hat die Designerin zwar nur so drei, vier. „Aber ich kann sie immer wieder anders wickeln.“ Zu Eröffnung des Showrooms vom Designverein Create Berlin im Postfuhramt in Mitte trägt sie zu einer schwarzen Plisseehose und einem ebensolchen Oberteil mit spitzen Schultern ihren eigenen Schmuck aus altmodisch wirkender Spitze. Den lässt sie im österreichischen Voralberg sticken. Dort, in ihrer Heimat, hat sie ganz traditionell den Beruf der Stickerin erlernt. An ihrem Outfit mag sie vor allem die Verbindung von asiatischer und europäischer Kultur. Um die Mischung perfekt zu machen, trägt sie lacklederne Plateaupumps, die sie sich in Istanbul gekauft hat. Wenn sie nicht für ihre eigene Linie Kex-Spitzenkultur Halsbänder, Schals, oder Ketten macht, entwirft sie hier in Berlin Stickereien für Unterwäsche und Hochzeitskleider. GTH

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