Kommentar : O2-World: Panne gleich zum Anfang

Die Doppelveranstaltung Eishockey und Basketball wurde abgesagt: Die Eisbären spielen, Albas Spiel musste verschoben werden.

Claus Vetter

Zwei Jahre ist es her, da freute sich die Prominenz bei der Grundsteinlegung zur Arena am Ostbahnhof über die erstaunlichen Möglichkeiten des neuen Großbaus. Rednerin Veronica Ferres sagte: „Ich habe gehört, dass man hier dann innerhalb von zwei Stunden aus einem Eisstadion eine Basketballhalle machen kann.“ Das sei „phantastisch“. Phantastisch ja, realisierbar nein. Jetzt ist die Halle in Betrieb und die erste Doppelveranstaltung muss abgesagt werden: 12 Uhr Eisbären, 19.30 Uhr Alba – das geht nun doch nicht. Albas Spiel am 26. Oktober wurde verschoben.

Ein erster Schatten fällt auf die neue Berliner Arena, die sich so pompös präsentieren wollte wie das Vorbild Staples Center. In Los Angeles dauert der Umbau von Eishockey zu Basketball 117 Minuten. In Berlin veranschlagt das Hallenmanagement dafür dreieinhalb Stunden oder länger. Erstaunlicherweise hat man das jetzt erst festgestellt, gut eine Woche vor der ersten Doppelveranstaltung.

Das Versprechen, dass die Berliner Multifunktionsarena auch eine ganz moderne Multifunktionsarena ist, kann also nicht eingehalten werden. Gab es etwa Planungsdefizite beim Bau? Nein. Aber bei der Terminplanung: Die Eisbären hätten doch schon um 7 Uhr morgens spielen können, gleich nach Betriebsschluss vieler Berliner Clubs. Da wäre genug Zeit für den Umbau geblieben. Und der Eishockeyfan ist ja eh leidensfähig. Besagtes Frühschoppenspiel der Eisbären am Sonntag kommender Woche ist schon fast ausverkauft.

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