Konnopke's : Die Wurst wird modernisiert

Nach zwei Jahren ist es so weit: Die Betreiberin von Konnopke's Imbiss am U-Bahnhof Eberswalder Straße und der Bezirk Pankow sind sich einig, wie es nach den Bauarbeiten an der Haltestelle mit der Kult-Wurstbude weitergehen soll.

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Auch künftig wird es wohl Konnopkes Currywurst an der Eberswalder Straße geben. Foto: dpa
Auch künftig wird es wohl Konnopkes Currywurst an der Eberswalder Straße geben.Foto: dpa

BerlinEineinhalb Stunden dauerten die finalen Verhandlungen über Berlins bekannteste Wurstbude. Dann waren sich Pankows Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner und Waltraud Ziervogel, die Betreiberin von Konnopke's, einig. Einig darüber, was während und nach den Umbauarbeiten am U-Bahnhof Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg aus der Bude unter den Gleisen werden soll. Das Ergebnis: Konnopke entsteht nach den Bauarbeiten neu, aber am selben Standort. Während der Arbeiten muss der Imbiss nicht teuer verhüllt werden, wie es die Betreiberin zunächst gefordert hatte. Das alte Häuschen wird verschwinden, die neue Bude soll "transparent, modern, aus Glas und Stahl" sein, so Kirchner. Ziervogel erhält eine Nutzungserlaubnis für zehn Jahre. Auch über die Verteilung der Kosten haben sich Bezirk und Imbissbetreiberin geeinigt: Abriss und Entsorgung des alten Kiosks trägt Ziervogel, die BVG schießt 35.000 Euro zu.

Kirchner sagte nach den Verhandlungen: "Die Atmosphäre war ausgesprochen sachlich. Im Gespräch wurden alle Interessen auf den Tisch gelegt und wird sind zu einem Ergebnis gekommen, mit dem alle zufrieden sind. Der für den Bezirk wichtige Imbiss ist jetzt nachhaltig gesichert."
Zwei Jahre lang hatten der Bezirk und die Imbissbuden-Betreiberin über Konnopke's Zukunft während und nach den Bauarbeiten verhandelt. Ziervogel hatte zwar zugestimmt, dass der alte Imbiss abgerissen wird, aber dennoch verlangt, dass er während der Bauarbeiten verhüllt wird, für gut 50.000 Euro. Sie befürchtete, sonst am Ende ganz ohne Geschäft dazustehen. Für den neuen Imbiss hatte sie darüber hinaus einen Zuschuss von 100.000 Euro gefordert. Auch eine Verlegung des Standorts war im Gespräch.

Mit dem Abriss des alten Konnopke wird Anfang Juli begonnen. Dann bekommt Ziervogel einen provisorischen Imbiss auf der Mittelinsel der Schönhauser Allee gegenüber der jetzigen Bude. Im September entsteht er dann, der neue Konnopke aus Glas und Stahl.

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