Konzert : Britneys Zirkus an der Spree

Es war ihr einziges Konzert in Deutschland. Aber eigentlich war es gar keins: Einen Großteil der Songs hatte Britney Spears nämlich in der Konserve mitgebracht. Aber man kann ja auch nicht alles können - schließlich musste der US-Popstar auch noch tanzen und turnen.

Jörg W,er
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Star in der Manege: Britney Spears kann als Dompteuse überzeugen, als Sängerin tritt sie dafür wenig in Erscheinung. -Foto: Davids

BerlinIst sie wirklich so schön, fit, schlank und glitzerig, wie sie zuletzt auf Magazincovern zu sehen war? Den Auftritt von Britney Spears, 27, am Sonntagabend in der O2-World hatten die mehr als 10.000 Fans mit Spannung erwartet. Die Show in Berlin ist das einzige Konzert der Sängerin in Deutschland.

Um 20 Uhr ging es los, aber erst einmal mit einer Zirkus-Show, passend zum aktuellen Album „The Circus“. Um viertel vor neun übernahm Britney Spears das Kommando und, ja, sie kann es noch! Spärlich bekleidet tanzte und hüpfte sie auf der als Zirkusmanege gestalteten Bühne, als sei sie selbst eine Artistin.

Die technisch perfekte Show war ganz auf artistische Einlagen ausgelegt. Britney Spears tanzte mit Seilen, kraxelte auf einem goldenen Tierkäfig herum und schwebte in einem Reifen durch die Lüfte. Zu „I’m a slave for you“ tanzte sie in einem mit Metallobjekten vollgestellten Interieur. Der Nachteil bei so viel Bewegung und Tanz: Britney Spears kam kaum zum Singen, die meisten Songs kamen aus der Konserve.

Die mittig im Zuschauerraum gelegene Bühne der O2-World wird von deren Managern immer wieder gepriesen, weil so möglichst viele Fans möglichst nah an ihren Star herankommen. Hunderte konnten die US-Amerikanerin am Sonntagabend aus nächster Nähe begutachten. So richtig wollte die Stimmung trotzdem nicht in Fahrt kommen. Durch die vielen Kostümwechsel entstanden Pausen, und vielleicht hatte Britney Spears zu viel Perfektion und Technik mitgebracht und zu wenig Aura.

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