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Konzerte in Berlin : Rock am Rang

03.11.2012 00:00 Uhrvon
Er geht auf Tour. Freitag hat Robbie Williams sein neues Album veröffentlich. 2013 kommt er nach Deutschland.Bild vergrößern
Er geht auf Tour. Freitag hat Robbie Williams sein neues Album veröffentlich. 2013 kommt er nach Deutschland. - Foto: ddp

Nach Depeche Mode kommen 2013 auch Bon Jovi ins Olympiastadion. Und was macht Robbie Williams?

Ach, Robbie Williams. Irgendwie ist der Mann fast schon Berliner. Es gibt schließlich nicht viele Superstars, die mal eben mit den Kumpels nach Lankwitz fahren, um an der Malteser Straße in der Dunkelheit eine Runde Fußball zu spielen. So war das im Herbst 2005, als Williams in der Stadt war, und seitdem gehört er zu den Ehrenmitgliedern des BFC Preußen.

Die Beziehung zur Stadt hat Robbie Williams schon immer gern gepflegt, mal begrüßte er das Konzertpublikum mit „Ich bin ein Berliner“, dann mit „Berlin, ich bin dein Sohn“. Und stets kamen die Scharen gut gelaunt vorbei. Nur wo sich seine angebliche Wohnung befinden soll, hat nie einer herausgefunden, und so lange bleibt es erst einmal beim geheimnisvollen Williams-Zitat: „Sie liegt in der Nähe vom Checkpoint Charlie.

Mehr verrate ich nicht.“

Jetzt, da Williams am Freitag ein neues Album herausgebracht hat, wäre es doch angebracht, mal wieder den Berliner Wohnungsschlüssel herauszukramen und am Zweitwohnsitz aufzutreten. Oder? „Ich hätte ihn gerne begrüßt“, sagt Joachim E. Thomas, der Manager des Olympiastadions. Dort ist Robbie Williams schließlich 2006 zwei Mal aufgetreten, vor mehr als 50 000 Fans. Aber Williams’ Konzertmanagement habe jetzt abgesagt – Pech.

Der Sommer 2013 wird aber auch so musikalisch im Olympiastadion nicht so eintönig wie in diesem Jahr; da gab es mit Bruce Springsteen nur ein Konzert. Das soll aber auch an Olympia in London und der Fußball-EM in Polen und der Ukraine gelegen haben; viele Stadien waren geblockt – daher sind nicht viele Stars auf Europa-Tournee gegangen.

Das kommende Jahr soll anders werden im Olympiastadion, auch ohne Robbie Williams, der offenbar lieber im Münchener Olympiastadion und an den Kölner Jahnwiesen spielt. Ein Auftritt steht seit Tagen fest: der von Depeche Mode am 9. Juni. Und die Nachfrage, auch aus den Nachbarländern, sei „unfassbar hoch“, sagt Stadionchef Thomas; 2009 traten die Briten schon einmal hier auf – damals kamen viele Fans aus Polen.

Eine Band, die sich in Berlin ganz gut auskennen sollte, ist auch Bon Jovi. Die Truppe hat, so wurde gestern verkündet, am 18. Juni das Olympiastadion reserviert. Aus Anlass des 20. Mauerfall-Jubiläums haben sie am Brandenburger Tor gespielt. Und Frontmann Jon Bon Jovi erzählte damals, wie er 1989 in die Stadt reiste, einen Hammer kaufte und sich ein ganz persönliches Stück Mauer herausschlug. Berlin-Kompetenz: 100 Prozent.

Im Jahr 2013 soll aber noch ein drittes großes Konzert stattfinden – „im Herbst“, sagt der Stadionchef. Wer das sein könnte? Will Thomas gar nicht kommentieren, das sei „noch geheim“ – aber wer kann schon mehr als 50 000 Fans in so ein Stadion locken? Da gibt es zum Beispiel eine international nicht unbekannte Musikband, die 2013 ein neues Album veröffentlicht und in jenem Sommer ihr 40-jähriges Bestehen feiern will. Der Name: AC/DC. Die Band war 2010 übrigens schon einmal im Olympiastadion.

Das ist aber Spekulation, zumal auch im Juli noch ein Termin für ein viertes Konzert geblockt ist, da kann sich also noch einiges tun an der Flatowallee. Es gibt da nur ein Problem, das Thomas am Freitagabend im Olympiastadion auch gleich mal begutachtet hat: ein Problem namens Hertha BSC. So lange der Verein nicht aufgestiegen ist, muss das Stadionmanagement die Termine auch für die Zweite Liga reservieren – und die fing in diesem Jahr viele Wochen vor der Bundesliga an. Somit können an diesen Tagen keine Konzerte stattfinden, weil Hertha der Hauptmieter ist; zumal sich auch der Rasen erholen muss, wenn 50 000 Musikfans auf ihm herumgehüpft sind. „Unser Zeitfenster im Sommer ist nicht sehr groß“, sagt Thomas. Hinzu kommt auch noch das DFB-Pokalfinale am 1. Juni. Der Monat ist also ausgebucht, da kann Thomas noch so lange im Terminkalender blättern. Und wie sieht’s 2014 aus? „Wir verhandeln gerade mit einem Konzertveranstalter.“

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