''Kulinarisches Kino'' : Reizthemen zum Essen

Berlinale-Chef Dieter Kosslick ist ein bekennender Genießer, und so ist es kein Wunder, dass die Reihe „Kulinarisches Kino“ zu einem festen Bestandteil des Festivals geworden ist. Der Tagesspiegel verlost vier mal zwei Freikarten.

Das Programm hat sich mit Features, Spielfilmen, aber auch investigativen Dokumentationen einen guten Namen gemacht. In diesem Jahr findet es vom 9. bis 12. Februar statt, und zwar wieder im Gropius-Bau.

Es beginnt aber schon einen Tag zuvor mit einer Premiere im Friedrichstadtpalast: Gezeigt wird „Food Inc.“, der neue Film des Regisseurs Robert Kenner und der Spezialisten Eric Schlosser (Drehbuchautor von „Fast Food Nation“) und Michael Pollan (Autor von „The Omnivore’s Dilem ma“). Sie untersuchen darin die Arbeit der amerikanischen Nahrungsmittelindustrie und ihrer Lieferanten, und die damit zusammenhängenden Reizthemen wie Massentierhaltung, Monokulturen, Umweltverschmutzung.

Der Blickwinkel ähnelt den Filmen von Michael Moore, doch Schlosser und Pollan arbeiten distanzierter, weniger polemisch und effektversessen. Es wird deutlich, wie die Risiken und Nebenwirkungen des Supermarkt-Schlaraffenlandes aussehen: Auf der einen Seite hohe Profite, tägliches Fleisch für alle, Billig eier ohne Ende, Gemüse, das nicht gammelt – auf der anderen Seite Hunger, Krankheiten und die Ödnis industriell geformter Agrarlandschaften. Der Film kontrastiert diese Bestandsaufnahme mit einer Reihe von Gegenentwürfen, zeigt andere Wege, appelliert an die Macht der Verbraucher. „Endlich sollte eine Diskussion darüber aufkommen, dass Lebensmittel die wichtigsten Überlebensmittel sind“, kommentiert Kosslick, „was rund um den Globus an täglicher Lebensmittelvergiftung passiert, ist vielen noch nicht bewusst.“

Die Premiere am Sonntag, dem 8. Februar um 15 Uhr, wird von einer Diskussionsrunde begleitet, an der der Regisseur, die Autoren und deutsche Experten teilnehmen. Anschließend serviert Küchenchef Tim Raue (Ma-Restaurant) ein „Stew von Kürbis, Möhre, Ingwer und Winterkräutern“.

Der Eintritt kostet 15 Euro – außer für Tagesspiegel-Leser, die Glück haben und die vier Mal zwei Freikarten gewinnen, die die Berlinale uns zur Verfügung gestellt hat. Bitte schicken Sie eine E-Mail mit dem Stichwort „Food Inc.“ bis Freitag, 16.Januar, 15 Uhr, an Verlosungen@tagesspiegel.de. Die Gewinner werden sofort benachrichtigt. bm

Der Online-Vorverkauf für das „Kulinarische Kino“ beginnt am 19. Januar. Für die Premiere von „Food Inc.“ sind Karten schon jetzt unter www.berlinale de. erhältlich.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben