Stadtleben : Kunstauktion vor dem Pergamonaltar

Kunst kann Menschen glücklich machen – auf vielfältige Weise. Zum ersten Mal veranstaltet das Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin eine Benefiz-Kunstauktion zugunsten des Socio-Medical Center in Tairhafa im Distrikt Tyros. Der Rohbau ist ein Zeichen der Hoffnung für rund 40 000 Menschen aus etwa zehn Dörfern des südlichen Libanon. Ziel dieser Privatinitiative von Christen und Muslimen ist es, den Ärmsten der Armen eine gute gesundheitliche Versorgung zu bieten. „Unsere Kulturmanagerin Götzmann hatte Kontakt zu den Ärzten“, sagt der Direktor des Museums für Islamische Kunst, Claus-Peter Haase. Es sei wichtig, dem ortsansässigen Bürgertum zu helfen und nicht den Islamisten das Feld zu überlassen. Die rund 40 Mitarbeiter des Zentrums verpflichten sich zu ehrenamtlicher Arbeit.

Haase und seine Mitjuroren Jörn Merkert von der Berlinischen Galerie und Marwan Kassab Bachi von der Universität der Künste haben aus mehr als 150 Einsendungen aus Deutschland und Nahost 100 Werke ausgewählt, die Peter-Klaus Schuster, der Generaldirektor der Staatlichen Museen, am 6. Juli von 10 bis 12 Uhr im Altarsaal des Pergamonmuseums unter den Hammer bringen wird. Die Kunstwerke von Trak Wendisch, Nurseren Tor, Salah Saouli, Akbar Bekhalam, Gabriele Heidecker, Wolf Vostell und vielen anderen können ab sofort bei freiem Eintritt im Museum für Islamische Kunst besichtigt werden. Die Bieterregistrierung erfolgt per Post oder E-Mail und in den zwei Stunden vor der Auktion an Ort und Stelle. Telefon 2090 540 1, Fax 2090 5402, E-Mail isl@smb.spk-berlin.de. R.B.

Informationen im Internet unter www.smb.museum/kunstauktion

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