Stadtleben : Lange Nacht in Museen, Schlössern und Gärten

Die 23. Lange Nacht der Museen stellt „Schlösser, Parks und Gärten“ in den Mittelpunkt. Am Sonnabend geht es somit für die Museumsbesucher oft raus aus den über 100 teilnehmenden Häusern. Projektleiter Wolf Kühnelt hat ins Programmheft geschrieben: „Am leichtesten haben es die Schlösser, sie müssen eigentlich nur die Tore weit öffnen und sich selbst ausstellen.“

Ganz so einfach wolle man es sich nicht machen, sagte Heinz Buri, Marketingdirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Die Stiftung wolle den Besuchern bieten, was sie sonst nicht zu sehen bekommen. „Wir werden im Garten des Schloss Charlottenburg ein barockes Fest inszenieren“, sagte er als Beispiel. Theater, Musik und Illuminationen werden zu sehen sein. „Wir wollen unser Gesamtkunstwerk neu mit Leben füllen“, sagte auch Martin Faass, Museumsleiter der Liebermann-Villa am Wannsee. Das Liebermann-Bild „Die Gartenbank“ dient in diesem Jahr als Logo der Museumsnacht.

Die kann sich über Zuwachs freuen. Zum ersten Mal ist die im Juli eröffnete Sammlung Scharf-Gerstenberg mit 250 surrealistischen Werken zu sehen. Vorerst das letzte Mal öffnet dagegen das Museum Europäischer Kulturen für die Museumsnacht. Es wird 2009 umgebaut.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit eröffnet die Lange Nacht um 18 Uhr im Lustgarten. Von hier starten fünf Busrouten durch die Innenstadt. Fünf weitere Routen verbinden die Museen in den Außenbezirken mit S- und U-Bahn-Stationen. Erstmals sind die Eintrittskarten auch an den Schaltern der S-Bahn sowie bei deren Kundenzentren und Verkaufsstellen zu haben. Im Vorverkauf kosten die Tickets 12 Euro (ermäßigt 8 Euro), am Veranstaltungstag 15 und 10 Euro. mj

Der Tagesspiegel veröffentlicht morgen eine Sonderseite zur Langen Nacht. Internet: www.lange-nacht-der-museen.de

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