Mode für alle bei der Fashion Week : Shoppen & schauen

Fashion Week ist nicht nur im Modezelt am Bebelplatz, sondern an vielen Orten der Stadt. Und das Beste: Man kommt auch ohne Einladung hinein. Wir geben Tipps für die ganz private Fashion Week.

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Lass Deinen Falter steigen. Bei C.Neeon scheben zarte Gestalten durch den Showroom. -Foto: Doris Spiekermann-Klass

Iekeliene Mag Ponys - ein Model als Fotografin.

. Beruflich trägt sie neuesten Entwürfe von Marc Jacobs, Burberry und Dolce & Gabbana – privat am liebsten eine Polaroid-Kamera. Das niederländische Topmodel Iekeliene Stange fotografiert, wann immer es kann. Nun stellt die 24-Jährige ihre Fotos in der Ausstellung. „I love ponys“ im Hof 96 in Mitte aus. Torstraße 96, bis So, 11-21 Uhr.

Gar nicht klassisch - Installation in der Oper. Unter dem Titel „Grand Palace“ zeigt das erste Semester der Berliner Akademie Mode und Design in der Komischen Oper eine Installation aus experimentellen Röcken. Die Studenten ließen sich zu den teils verspielten, teils futuristischen Modellen von Motiven aus Oper, Drama und organischer Architektur inspirieren. Unter den Linden 41, bis Sa, 11-19 Uhr

Anziehen für Afrika - Lafayette-T-Shirts dienem einem guten Zweck. Diese Mode lässt hoffen: In den Galeries Lafayette präsentieren Studenten des zweiten Ausbildungsjahres der Modeschule Esmod ihre T-Shirts aus der „Collection of Hope“. Die Kreationen sind allesamt von afrikanischen Mustern und Designs inspiriert und wurden aus rein ökologischen Materialien aus Kenia hergestellt. Die Hälfte des Erlöses geht dabei an „I-Magine“, einen gemeinnützigen Berliner Verein, der sich unter anderem um HIV-infizierte kenianische Kinder und Jugendliche bemüht. In der zweiten Etage zeigen die drei  Nachwuchslabels Seelenkleid, Volutio und Magdalena Schaffrin ihre Kreationen im Rahmen der Dauerplattform „Labo Mode“.
Friedrichstraße 76-78, Mo-Sa 10-20 Uhr

Jersey für Mitte - Labo.art macht's möglich. Es gibt Leute, die trauen sich nicht in Ludovica Dilligus Laden, weil sie denken, dass die Mailänderin Kunst ausstellt. Dabei sind ihre Entwürfe zum Tragen gemacht. Die Designerin verwendet nur unifarbenen Jersey – mit bloß einem Material zu arbeiten, findet sie „großartig“. Linienstraße 113 in Mitte, Mo-Sa 11-19 Uhr, www.laboart.com

Der Sommer wird luftig - C.Neeon lassen Schmetterlinge frei.
. Überall Falter: Ein sehr großer hängt an der Wand, kleine zarte schweben durch den Raum und der Bunte in rot, blau und weiß hat sich auf einem luftigen Kleid niedergelassen. Falsch – er ist das Kleid. „Sunday taste“ heißt die neue Sommerkollektion von c.neeon, und die seidenen Oberteile und Kleider in den teils kräftigen, teils zarten Farben wirken tatsächlich wie ein langer, sonniger und verträumter Sonntagnachmittag. Ein zarter Duft von Lilien erfüllt die Boutique Konk, wo die Berliner Designerinnen Clara Leskovar („c.“) und Doreen („neeon“) Schulz in einer Mischung aus Ausstellung, Retrospektive und Verkauf rund 200 Teile aus der neuen und vier früheren Kollektionen zeigen. Kleine Hamburger Straße 15, bis 7.2. Mo-Fr 12-20, Sa 12-18 Uhr

Siebdruck, Gender und ein Hauch Poesie - Am Alex präsentieren sich Berliner Top-Labels. In den Schaufenstern der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz stellen fünf Berliner Top-Labels ihre neuen Kollektionen aus, drinnen bieten sie ihre Modelle zum Verkauf an. Miroike präsentieren zu ihrer feminin-minimalistischen Mode wie immer auch Accessoires und Schuhe, das Design von Wedel & Tiedeken ist für lässige Eleganz wie für intellektuellen Anspruch bekannt. AVR van Reimersdahl nutzt Collagen, Siebdruck und Malerei, um eine urbane, humorvolle Formensprache zu entwickeln, und Esther Perbandt spielt mit den Grenzen von Gender und Material. Das Design von Stephanie Franzius zeichnet subtile Schlichtheit gepaart mit einem Hauch Poesie aus. Alexanderplatz 9, bis Sa, 9.30 – 22 Uhr

Diamanten für die Dame - 2000 Edelsteine auf einem Stück Stoff. Schwarzer Seidentaft fließt von den Schultern auf den weiß geschnürten Rücken und von da weiter auf den Boden, wo er in einer kleinen Schleppe mündet. Doch es sind nicht Stoff und Schnitt allein, die dieses Haute-Couture-Kleid von Lac et Mel zu einer Besonderheit machen: Auf dem Taft glänzen matt in sich überkreuzenden Linien etwa 400 runde Edelstahlplättchen, auf ihnen erstrahlen 2048 Diamanten. 100 000 Euro ist das Kleid wert, das bis Sonntag im Quartier 206 ausgestellt wird – zusammen mit vielen anderen Modellen des Labels, das vor kurzem von Leipzig nach Berlin übergesiedelt ist. Keine Angst: Der Rest der Kollektion ist deutlich günstiger zu haben: Tops gibt es schon für 200 Euro. Friedrichstraße 71, bis So, jeweils 10-19 Uhr.

Viel Lob und Adel - Netzwerk am Werk.  In der Galerie Loop haben die sieben Labels des Berliner Design-Netzwerks „The Offer“ einen Showroom eingerichtet: Neben Annmee, Jovoo und Comtesse de la Haye stellt unter anderem auch die Berlinerin Nicole Rocher aus. Deren Marke heißt „Von Bardonitz“ – so hieß einst ihre Großmutter, als sie noch in Tschechien lebte. Jägerstraße 5, bis So, 12-20 Uhr


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