Musen und Musik : Festival auf der Museumsinsel startet

Im Lustgarten wird es in diesem Jahr öfter mal ziemlich indisch – beim Museumsinselfestival 2009. Und auch ein bisschen japanisch, mongolisch, brasilianisch, argentinisch.

Im Lustgarten wird es in diesem Jahr öfter mal ziemlich indisch – beim Museumsinselfestival 2009. Und auch ein bisschen japanisch, mongolisch, brasilianisch, argentinisch. Aber am Mittwochabend geht es erst einmal indisch los, mit Sitar-Melodien, Tabla-Rhythmen und Computer-Beats – ab 20.30 Uhr wird beim „Audio Visuellen Warm-up“ im Lustgarten getanzt. Eine „Ethnotronische Zeit- und Interkontinentalreise mit DJ Shazam & VJ Podinski“ versprechen die Veranstalter.

Bis Oktober geht das Festival und es gibt eine Menge Veranstaltungen, die meisten haben etwas mit anderen Kulturen zu tun: Konzerte, Schattentheater, Feste, Workshops, Tanzauftritte, Lesungen, Spiele und das traditionelle Open-Air-Kino am Kulturforum und dem Freiluftkino Museen Dahlem. Die meisten anderen Veranstaltungen finden im Lustgarten in Mitte statt, meist bei freiem Eintritt. Zum Beispiel der Auftritt der Trommelgruppe „Gocoo“. Am Donnerstag ab 20 Uhr hauen elf Musiker aus Tokio nicht auf die Pauke, sondern auf 40 „Taikos“. Am Sonnabend sorgen wieder zwei DJs für indische Klänge: „Tigerstyle“ heißt die Veranstaltung ab 20 Uhr – Punjabi-Melodien werden mit Rap, Hip Hop, R’n’B und Drum ’n’Bass gemixt.

Am 26. Juli wird es noch exotischer – mit der Gruppe „Tribe of Jubal“ aus dem fernen Papua Neuguinea. Sie spielen ab 15 Uhr „Melanesian Funk". Auch sie mischen die traditionellen Klänge ihrer Heimat mit modernen Rhythmen. Und der Lustgarten verwandelt sich vom indischen Dschungel in eine Südseeinsel, zumindest akustisch.

Erstmal geht es aber in die Taiga: Am nächsten Sonntag wird von 10 bis 18 Uhr das mongolische Nationalfest „Naadam“ gefeiert – mit Wettkämpfen im Ringen und Bogenschießen, mongolischer Musik und den passenden Tänzen, Märchenerzählern und Jurten.

Vor allem sollen die Berliner auch durchs Mitmachen etwas über fremde Kulturen lernen – fast jeden Tag gibt es auch für Anfänger geeignete Workshops (5 Euro pro Stunde): Jeden Montag ab 17 Uhr kann man zum Beispiel in den nächsten Monaten Bollywood-Tanz lernen. Außerdem auf dem Programm: Kalligraphie, Obertongesang, Japanischer Schwertkampf, argentinischer Tango, Capoeira, Tänze von den Sufis, aus Haiti oder dem Orient. Tai Chi, Hatha-Yoga, Hula und die seltsame Kunst des „Tricking“. Dabei lernt man, sich so zu bewegen wie Bruce Lee und all die anderen Helden aus asiatischen Actionfilmen: Elemente des Sports stammen aus verschiedenen Kampfkünsten, dem Turnen und Breakdance. Es geht vor allem darum, die Zuschauer durch die eigenen Bewegungen zu beeindrucken. Für manche der Workshops muss man also ganz schön fit sein. Kein Wunder, dass die Veranstalter warnen: „Alles auf eigene Gefahr!“. dma

Das Programm im Netz

www.museumsinselfestival.info

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