Museumsinsel : Berlins spannendster Baustellenbesuch

Anfang März dürfen die Berliner auf der Museumsinsel, einer der spannendsten Baustellen der Stadt, einen ausführlichen Blick hinter die Bauzäune werfen.

Daniel Stender

Im Rahmen des Berliner Themenjahres „20 Jahre Mauerfall“ gibt es am Wochenende 6. bis 8. März den „Schauplatz Museumsinsel“. Führungen, Konzerte und Kinderprogramm laden zu Entdeckungsreisen ein.

Auch das fast fertiggestellte Neue Museum, das eigentlich erst im Oktober komplett mit Sammlungen bestückt sein wird, öffnet seine Tore. Hier werden den Besuchern die noch leeren Räume und die zukünftigen Ausstellungen präsentiert. An allen drei Abenden spielt als besonderer Höhepunkt die Lautten Compagney Musik von Tarquino und Philip Glass in den Sälen.

Vollständig restauriert wird die Museumsinsel im Jahr 2015 sein. Aber erst der Fall der Mauer im Herbst 1989 machte die kulturelle Wiedervereinigung der Berliner Museen möglich. Dietrich Wildung, der Direktor des Ägyptischen Museums, betrachtet die Zusammenführung der Sammlungen als das eigentliche „Ende der Nachkriegszeit“. Denn wer vor 1989 die ägyptischen Sammlungen Berlins besuchen wollte, konnte immer nur die eine Hälfte sehen. „Eine in Charlottenburg, eine im Bode-Museum“, sagt Wildung.

Wer beim „Schauplatz Museumsinsel“ mit dabei sein möchte, meldet sich besser rechtzeitig an. Die Museen können nur 25 000 Besucher an dem Wochenende verkraften. Die Besichtigung des Neuen Museums ist kostenlos. Die Führungen über die Museumsinsel kosten fünf Euro. Information vor Ort gibt es in den roten Wanderboxen in der Bodestraße. Anmelden kann man sich unter Tel. 266 36 66 oder service@smb.museum.de. Daniel Stender

Infos unter: www.mauerfall09.de und smb.museum.de

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