• Zitty
  • Potsdamer Neueste Nachrichten
  • Berlin 030
  • Bootshandel
  • Qiez
  • zweitehand
  • twotickets
  • Berliner Köpfe
  • wetterdienst berlin

Musik : Das nächste Ding

09.05.2007 00:00 UhrVon Sebastian Leber
Demba Nabé Kitty Kleist-HeinrichBild vergrößern
Die neue Einsamkeit. Seeed-Sänger Demba Nabé ist jetzt solo unterwegs. - Kitty Kleist-Heinrich

Seit neuen Jahren hat Demba Nabé mit seiner Band Seeed Erfolg. Jetzt versucht er es solo.

Nein, das ist nicht das Ende von Seeed. Mit der Band geht es weiter, mit denselben elf Musikern. Nur haben einige inzwischen Familie und wollen deshalb erstmal kürzer treten, sagt Demba Nabé. Doch weil Kürzertreten nicht seine Sache ist, hat er sich selbstständig gemacht.

Seit neun Jahren ist er Sänger der Berliner Dancehall-Band Seeed, in dieser Zeit hat er drei Echos und jede Menge Goldene Schallplatten gewonnen. Jetzt sitzt Nabé in einem Restaurant in der Kreuzberger Dieffenbachstraße. Eigentlich lebt er in Neukölln, aber hier könne man besser essen.

Zum Beispiel Spargel, dazu ein Alsterwasser.

Dass er nun unter dem Pseudonym Boundzound solo Musik macht, war eine Umstellung, sagt er. Vor allem das Reisen von einem Werbe-Termin zum nächsten sei „alleine nur halb so witzig. Mit Seeed war das wie auf Klassenfahrt.“ Boundzound ist ein Fantasiename, er steht für „Sounds, die Grenzen überwinden“. Mit ungewöhnlichen Arrangements, schweren Bässen, seeed-typischem Falsett-Gesang, 5/4- Takten: eine sehr tanzbare Mischung aus HipHop, Funk und Reggae. Für seine Lieder hat er sich jeweils unterschiedliche Produzenten und Musiker ins Studio geladen. Bei zwei Songs sang auch Skin, die Ex-Frontfrau von Skunk Anansie, mit. Da war Nabé so nervös, dass er aus Versehen einen Teil der Aufnahmen gleich wieder löschte, erzählt er.

Demba Nabé, Jahrgang 1972, ist gebürtiger Berliner. Sein Vater kam aus dem westafrikanischen Guinea zum Studieren hierher. Demba wuchs in Pankow auf, später lebte er in Mitte, in Charlottenburg und Kreuzberg. Sein Vater ging zurück nach Guinea, wurde dort Bildungsminister. Demba blieb.

Seinen letzten großen Seeed-Auftritt hatte er im Februar bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest. Als Vorjahressieger trat die Band außer Konkurrenz auf und präsentierte ihren Hit „Ding“ in einer neuen, türkischen Version. „Ich denke, das war ein angemessenes Statement, das sehr gut nach Berlin passt“, sagt Nabé. Die Kollegen vermisst er auch bei Interviews. „Ich bin einer, der nicht immer sprechen muss. Zuhören kann ich auch ganz gut.“ Das Gruppengefühl wird sich morgen wieder einstellen. Da präsentiert Nabé seine neuen Songs mit großer Band im Postbahnhof. Im Vergleich zu Seeed-Konzerten – im August werden sie an drei Abenden hintereinander die Wuhlheide füllen – ist der morgige Auftritt mickrig. „Aber lieber in einer kleinen, aber vollen Halle spielen als in einer riesigen vor nur zehn Leuten. Sich selbst zu überschätzen wäre Quatsch.“ Gut möglich, dass es noch ein zweites Boundzound-Album geben wird, „da sind Songs in meinem Kopf, die fertig gemacht werden wollen“. Das nächste SeeedAlbum könnte 2009 fertig werden.

Letztens war Nabé wieder bei Stefan Raab. In „TV Total“ sang er seine erste Solo-Single „Louder“, ein potenzieller Sommerhit. Raab fand das Lied klasse und bedankte sich bei allen Bandmitgliedern – auf Englisch, auch Nabé bekam vom Moderator ein höfliches „Thank you very much“ ab. Vielleicht hätte ihn Nabé auf ein Alsterwasser einladen sollen.

Das Konzert beginnt morgen um 21 Uhr. Es gibt noch Karten für 15 Euro unter www.berlin-ticket.de.

Hier twittert die Stadtleben-Redaktion des Tagesspiegels. Tipps und Trends, Themen und Termine - alles, was die Stadt bewegt:



Machen Sie mit und verlinken Sie Ihre morgendlichen Fotos mit dem Hashtag #gmberlin. Oder schicken Sie Ihre Fotos wie gewohnt an leserbilder@tagesspiegel.de! Wir freuen uns auf Ihre Bilder!


Die ersten Ergebnisse sehen Sie in unserer Fotostrecke.


Tagesspiegel lokal

Kreuzberg Blog

Berlin ist Kreuzberg. Und umgekehrt. Kaum ein anderer Berliner Bezirk wird so stark mit der Hauptstadt in Verbindung gebracht wie Kreuzberg. Was die Kreuzberger bewegt, viele Kiezgeschichten und Meinungen lesen Sie im hyperlokalen Projekt des Tagesspiegels.
Zum Kreuzberg Blog


Wedding Blog

Der Wedding lebt. Nur wie? Finden wir es heraus, gemeinsam. Wir: die Leser und die Journalisten des Tagesspiegels. Wir schreiben: Ein Blog über den Wedding. Den alten. Den neuen. Den guten. Den schlechten. Und den dazwischen. Früher Bezirk, bis heute Ereignis. Machen Sie mit beim Wedding Blog!
Zum Wedding Blog


Zehlendorf Blog

Zehlendorf – fein, langweilig, reich? Denkste! Wir hinterfragen gemeinsam mit Jugendlichen, Erwachsenen, Prominenten Klischees und schreiben spannende Geschichten aus dem Stadtteil: über Menschen, lokale Politik und ein Lebensgefühl mit Wasser und Wald. Schreiben Sie mit am Zehlendorf Blog!
Zum Zehlendorf Blog
Service

Tagesspiegel twittert

Empfehlungen bei Facebook

Veranstaltungen im Tagesspiegel

In unserem Verlagsgebäude finden regelmäßig Salons, Vorträge und Debatten statt, zu denen wir Sie herzlich einladen.

Weitere Themen

Der Tagesspiegel im Sozialen Netz