Nach dem Kollaps : Ben Becker geht es wieder besser

Der 42-jährige Schauspieler kann die Klinik in Kürze verlassen. Die Polizei ermittelt weiter gegen Becker wegen möglichen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Ben Becker
Ben Becker: Neuer Elan nach dem Zusammenbruch. -Foto: ddp

Nach seinem Zusammenbruch am Montag geht es dem Schauspieler Ben Becker schon viel besser. Dies sagte seine Managerin Brigitte Maydt gestern: „Theoretisch könnte er schon jetzt aus dem Krankenhaus entlassen werden, aber er bleibt noch ein bis zwei Tage, um sich richtig zu erholen.“ Sie geht davon aus, dass der Schauspieler auch die kommende Woche noch dazu nutzt, im Kreis seiner Familie zu genesen, bevor er sich wieder in die Arbeit stürzt.

Der 42-Jährige wurde, wie berichtet, am Montagmorgen gegen 9.30 Uhr bewusstlos in seiner Wohnung in Mitte gefunden, musste von einem Notarzt wiederbelebt werden und kam ins Krankenhaus Friedrichshain. Eine 25-jährige Frau, die er in der Nacht zuvor kennengelernt und nach Hause mitgenommen hatte, fand den Schauspieler auf dem Boden liegend und alarmierte die Feuerwehr. In der Wohnung des Schauspielers sollen Einwegspritzen und eine Plastiktüte mit bräunlichem Pulver gefunden worden sein. Die Polizei ermittelt wegen möglichen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Beckers Management schweigt zu den Drogenvorwürfen

Beckers Managerin wollte den möglichen Konsum harter Drogen nicht kommentieren. „Das sind nicht die Themen, über die ich mit ihm spreche“, sagte Maydt. Was die Ermittlungen angehe, so müsse man abwarten, bis Beckers Anwalt Akteneinsicht erhalte. Sie führt Beckers Zusammenbruch weiterhin auf die harte Arbeit zu den Proben für den Auftritt im Tempodrom am 12.Oktober zurück. Auf dem Programm steht seine Inszenierung „Die Bibel – Eine gesprochene Symphonie“.

Der Chefarzt der Brandenburger Oberberg-Klinik, Bernd Sprenger, hat Erfahrung mit prominenten Patienten. Er erklärt, dass diese jeden Tag über ihre Grenzen gingen und schließlich dem Druck des eigenen Erfolges nicht mehr standhielten. „Ihre Schicksale machen vermehrt auf den Zusammenhang zwischen Alkohol, Burn-out und Depressionen aufmerksam.“ Prominente hätten es besonders schwer, weil ihre Abhängigkeit vom Umfeld häufig vertuscht und somit eine Chance vertan werde, eine Therapie frühzeitig zu beginnen. (tabu)

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