Stadtleben : Nachrichten

BIRGIT KINDER, 46

IHR BILD: TEST THE BEST



„Ist das nicht symbolsprechend? Das ist eine Metapher, wie’s in Deutschland aussieht. Die sogenannte Freiheit.“ Birgit Kinder, gebürtige Thüringerin, echauffiert sich nicht über die auf ihren Trabi gekrakelten Liebesbotschaften, aber über abgetragene Schichten, Zerstörungswut, Sprayer-Attacken. „Im Museum würden sie es auch nicht erlauben, dass einer den Edding rausholt und auf einem Bild rumkritzelt. Aber hier hat sich keiner drum gekümmert, obwohl das unter Denkmalschutz steht. Senat und Bund geben einen Haufen Geld aus für Mahnmale, die man im Nachhinein erschafft. Die sehen nicht mal, dass sie hier ein Mahnmal der Wiedervereinigung haben. Ich bin das Gequatsche so leid. Es kommt aufs Tun an! Mal zu einem Jubiläum sanieren reicht nicht. Hier müsste jemand die Schirmherrschaft übernehmen. Und dann weg mit den bürokratischen Hürden. Wir müssten hier immer wieder ausbessern können – ohne erst lange beim Denkmalamt Anträge stellen zu müssen. Ich hatte ja schon vor, bei der Sanierung hier keinen Trabi reinzumalen, sondern ein Bauschild, auf dem steht: ,Bin ausgewandert.‘“ lei

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