Stadtleben : Nachrichten

THIERRY NOIR, 49



SEIN BILD: OHNE TITEL



Der Mann aus Lyon, seit 28 Jahren in Berlin, zeigt wütend auf die riesige Werbetafel gegenüber der O2-Arena, gleich hinter der East Side Gallery. „So was geht nicht. Das ist monströs! Es muss doch ein Gesetz geben, das Werbung so nah an einer Gedenkstätte verbietet!“ Ein ständiges Ärgernis für Thierry Noir – und dann noch Hunderte von Metern verwahrloster Mauerkunst. „Das hier ist ein Denkmal für die jungen Leute. Das sagt, nie wieder Krieg, nie wieder solch eine Mauer. Ein Mahnmal für eine Generation, die sich vornimmt: Wir machen das alles besser. Das sagt auch mein Bild mit den 16 Köpfen hier aus. Die Erhaltung ist auch eine Verpflichtung für die Politiker. Die treffen sich am 9. November und am 13. August, und dann schläft das Mauergedenken wieder für ein Jahr ein. Nach der Sanierung müssten hier an die East Side Gallery Informationen über diesen sensiblen Ort am Wasser hin. Und die Künstler müssten sich alle zwei Jahre treffen, um die Bilder auszubessern.“ lei

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