Stadtleben : Nachrichten

KANI ALAVI, 51

SEIN BILD: OHNE TITEL

„Das größte Ärgernis für mich ist, dass manche Politiker nicht in der Lage sind, ihr Wort zu halten. Wie oft wurde mir schon versprochen, demnächst tut sich etwas, demnächst wird saniert“, sagt Kani Alavi, Sprecher der Künstlerinitiative und Kämpfer für die East Side Gallery. „Dies ist keine Konkurrenz zur Bernauer Straße. Hier ist ein Stück Mauer mit Leid, aber auch mit Hoffnung. Eine Perspektive für eine Welt ohne Mauern. Wir brauchen in direkter Nähe zur East Side Gallery eine Begegnungsstätte, wo Künstler sich treffen können, wo dokumentiert werden kann: Es gibt auch Barrieren anderswo in der Welt, es gibt noch die Mauer in den Köpfen. Das wäre eine Chance bei all den internationalen Besuchern. Die Maueröffnung habe ich in meinem früheren Atelier direkt am Checkpoint Charlie erlebt. Von null Uhr bis am anderen Morgen kamen immer mehr Menschen. Ich habe versucht rauszukriegen, was die fühlen. Mein Bild habe ich noch in der Nacht skizziert. So was muss in Erinnerung bleiben.“ lei

0 Kommentare

Neuester Kommentar