Stadtleben : Nachrichten

Wenn man etwas an einer Abschlussmodenschau erkennen sollte, dann wohl die Zukunft. Um die scheint es nicht allzu gut bestellt zu sein, wenn man den Kleidern, die Studenten der Modeschule Esmod am Freitagabend in der Arena in Treptow zeigten, glauben darf. Zumindest stehen kalte Zeiten bevor – die Absolventen haben viel gestrickt. Auch die Farben gaben keinen Anlass zur Hoffnung: Grau, Weiß und Schwarz, ein bisschen Blau dazwischen und verschossene Muster. Da stach Maike Schnell mit ihrer farbenfrohen und voluminösen Kollektion heraus. Überhaupt gab es fast nichts, was sich einfach tragen ließe: Wie eine Mischung aus Fantasieinsekten und Science-Fiction-Kostümen sahen viele Entwürfe aus. Die 24 besten Kollektionen wurden von einer Jury bewertet, die aus Modemachern wie A.F. Vandevorst und der Ex-Vogue-Chefredakteurin Angelika Blechschmidt bestand. Den ersten Preis bekam völlig zu Recht Tarene Hoock für ihre versponnenen und vielschichtigen Clownskostüme à la Fellini. gth

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