Neue Show : Wintergarten öffnet für Burlesque

Vor drei Jahren versprach der Konzertveranstalter Peter Schwenkow, er werde sich nie von seinem „Wintergarten“ trennen. Dann verkaufte er doch, sah die Pleite seiner Nachfolger kommen – und ist nun wieder da.

Vor drei Jahren versprach der Konzertveranstalter Peter Schwenkow, er werde sich nie von seinem „Wintergarten“ trennen. Dann verkaufte er doch, sah die Pleite seiner Nachfolger kommen – und ist nun wieder da. Allerdings ist der Name der Show „Das gibt’s nur einmal, das kommt nie wieder“ offenbar wörtlich zu verstehen, denn sie läuft nur sechs Wochen vom 2. Oktober bis 15. November. Dann schließen sich die Scherengitter vor dem nostalgischen Varieté-Theater in der Potsdamer Straße wieder auf unabsehbare Zeit. Man habe gegenwärtig weder eine Fortsetzung noch andere Produktionen im Wintergarten geplant, sagte die Sprecherin von Schwenkows DEAG-Entertainment, Katharina Maurer, am Freitag.

Das Thema der Einweg-Show liegt im Trend der Zeit: Burlesque, die Kunst der stilvollen Entkleidung, die nur Banausen als Striptease missdeuten. Dita von Teese, die weltbekannte Vorarbeiterin dieses Stils, hat dem deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest kein Glück gebracht, aber das nimmt man bei Schwenkow nicht als böses Vorzeichen. Erarbeitet wird die Show von Ralph Sun, dem Hausregisseur des Stuttgarter Friedrichsbau-Varietés, der vermutlich auf Darsteller und Elemente einer Inszenierung zurückgreifen kann, die er dort Ende 2008 auf die Bühne gestellt hat – ebenfalls für Schwenkows DEAG.

„Miss Evi’s Company“ hieß sie und sollte „postmodernes Vaudeville mit anarchistischem Humor“ verbinden. Es verlautete am Freitag, auch in Berlin sei eine Verbindung von klassischem Varieté mit Burlesque-Elementen zu erwarten. Drei Vorstellungen pro Tag sind vorgesehen, Näheres soll bei einer Pressekonferenz am Mittwoch mitgeteilt werden.

Der Wintergarten in der Potsdamer Straße in Tiergarten ist seit Anfang Februar geschlossen. Schwenkow, der das Haus 15 Jahre lang bis 2007 geführt und dann verkauft hatte, kritisierte seine Nachfolger aus diesem Anlass als „unprofessionell“. Ihre zu modernen und zu billigen Shows hätten das Stammpublikum vergrätzt. bm

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