Stadtleben : Neue Spielzeit

Zwei US-Basketballteams treten im Oktober in der O2-World gegeneinander an Zuvor ist Leonard Cohen zu Gast – und holt sein abgesagtes Konzert nach

S. Leber/I. Schmidt-Tychsen

Gerade erst haben die Basketballer vom deutschen Meister Alba bekannt gegeben, dass sie ihre Heimspiele in Zukunft in der neuen O2-World in Friedrichshain austragen. Diesen Herbst werden dort auch zwei Mannschaften gegeneinander antreten, von denen die Berliner in Sachen Slamdunks noch etwas lernen können: Am 14. Oktober tragen die New Orleans Hornets und die Washington Wizards einen Schaukampf gegeneinander aus. Die beiden Mannschaften spielen sonst in der nordamerikanischen Profiliga NBA – die gemeinhin als die beste der Welt gilt.

Am gestrigen Mittwoch hat sich eine Delegation der NBA schon einmal in der Halle umgeschaut. Mit dabei war auch Washingtons Superstar Gilbert Arenas. Beim Rundgang durch die neue Halle musste der 26-Jährige feststellen, dass die Bautrupps noch einiges vor sich haben. Trotzdem fand er die Arena, die bis zu 17 000 Menschen Platz bieten wird, „sehr beeindruckend“. Und er kündigte an, dass die Begegnung der Hornets gegen seine Wizards keine Spaßveranstaltung werde: „Unsere Teams können sich nicht besonders leiden.“ Soll heißen: Die Wizards werden alles daran setzen, das Team aus New Orleans zu besiegen. Wie viele Körbe er selbst beisteuern werde, kündigte Gilbert Arenas auch gleich an: 35 Punkte will er machen, und das in nur 20 Minuten. Solche Punkteprognosen gibt er auch vor NBA-Spielen regelmäßig ab – und behält oft Recht.

Geht es nach Detlef Kornett, dem Vorstandsvorsitzenden des Hallenbetreibers Anschutz Entertainment Group, sollen dem Schaukampf in den nächsten Jahren weitere folgen. Und nicht nur das: Langfristig sollen in der Arena auch reguläre Punktspiele der NBA ausgetragen werden. Möglich sei ein „Zeitfenster innerhalb der nächsten zehn Jahre“. Erst mal muss die Halle fertig werden. Am Freitag wird damit begonnen, einen Teil des Hallenbodens zu fluten. Anschließend wird die Fläche gekühlt, so dass eine Eisfläche entsteht – für die künftigen Heimspiele der Eisbären. In der kommenden Woche wird die Eisfläche dann mit Parkett überdeckt. Das wird dann später vor jedem Eishockeyspiel wieder weggenommen.

Kurz vor den NBA-Spielern wird ein kanadischer Musikstar in der O2-World zu Gast sein. Am 4. Oktober steht Leonard Cohen auf der Bühne. Ursprünglich sollte der 73-Jährige Ende August in der Waldbühne auftreten, das Konzert wurde abgesagt. Die Tickets für die Waldbühne können zurückgegeben werden – sie haben keine Gültigkeit für das jetzt angesetzte Konzert in der Arena.

Neben Cohen werden in den nächsten Monaten noch weitere Popstars auftreten: am 15. September Coldplay, am 18. Oktober Alicia Keys. Und am 17. Dezember die Toten Hosen. Die Düsseldorfer stehen gerade im Studio und nehmen ihr nächstes Album auf. Das Ergebnis präsentieren sie dann in Berlin.

Bedächtiger wird es am 19. Oktober in der Halle zugehen. Der Dalai Lama wird zu Gast sein. Das Oberhaupt der Tibeter war erst im Mai in Berlin, 25 000 wollten ihn auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor sehen, zu seinen Ehren traten die Berliner Bands Wir sind Helden und Ich & Ich im Vorprogramm auf. Diesmal kommt er allein. S. Leber/I. Schmidt-Tychsen

Karten im Internet:

www.berlin-ticket.de

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