Neues Fotobuch : Die Lieblingsplätze der Promis

Berliner Persönlichkeiten zeigen in einem neuen Buch ihre schönsten Orte. Herausgekommen ist eine facettenreiche, trotz schöner Fotos stellenweise aber auch reichlich klischeehafte Liebeserklärung an die Stadt.

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Jeder sieht Berlin mit anderen Augen. Muriel Baumeister erholt sich ausgerechnet auf der Siegessäule vom Großstadtstress.Weitere Bilder anzeigen
Foto: André Wagner
31.03.2011 16:13Jeder sieht Berlin mit anderen Augen. Muriel Baumeister erholt sich ausgerechnet auf der Siegessäule vom Großstadtstress.

So gern Berliner auch über die Stadt schimpfen mögen – über Hundehaufen und Radfahrer auf den Gehsteigen, Baustellen und Autoscheibenputzer auf den Straßen –, im Grunde ihres Herzens lassen die meisten Bewohner doch nichts auf ihre Stadt kommen. Und einen Lieblingsplatz irgendwo in der Stadt hat eigentlich sowieso jeder. Prominenten, die hier dauerhaft oder auch nur eine Zeit lang leben, geht es nicht anders. Das zeigt das neue Fotobuch „Berlin. Meine Stadt. Mein Leben“ (Verlag für Berlin-Brandenburg, 24,90 Euro) der Journalistin Claudia Höfling. Die 35-jährige Wahlberlinerin wollte sich nach eigener Aussage „dem Phänomen Berlin nähern“ und hat dafür 20 Künstler, Unternehmer und Politiker über deren persönliches „Berlin-Gefühl“ und ihre Erlebnisse in der Stadt befragt, 120 Fotografien von André Wagner zeigen die Prominenten an ihren Lieblingsplätzen. Zu den Porträtierten zählen unter anderem die Schauspieler Oliver Mommsen und Muriel Baumeister, DJ Paul van Dyk, Hertha-Manager Michael Preetz, Star-Friseur Udo Walz sowie Gregor Gysi (Linke) und Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD). Herausgekommen ist eine facettenreiche, trotz schöner Fotos stellenweise aber auch reichlich klischeehafte Liebeserklärung an die Stadt: Da werden das „ungeschminkt Ehrliche“ Berlins und die „Unfreundlichkeit der Leute“ gepriesen, die 39-jährige Baumeister erholt sich vom Großstadtstress am liebsten auf der Siegessäule und der 66-jährige Walz scheint seine Mußestunden bevorzugt lang gestreckt auf einer Steinbank am Gendarmenmarkt zu verbringen. Überraschend ist, dass der 39-jährige Techno-Pionier van Dyk sich gern auf einem Pferdehof hinter dem Olympiastadion entspannt. Eva Kalwa

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