NS-Dokumentationszentrum : Zweiter Versuch für Bau der Topographie des Terrors

Nachdem der Bau des Dokumentationszentrums 2004 wegen zu hoher Kosten eingestellt wurde, wird ab November ein Neuanfang gestartet. In knapp drei Jahren soll Eröffnung sein.

BerlinNach jahrelangen Verzögerungen wird am 2. November mit dem Neubau des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors in Berlin begonnen. Daran nehmen unter anderen Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) teil, wie das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung mitteilte. Die Einweihung des Gebäudes ist für den 8. Mai 2010, den 65. Jahrestag des Kriegsendes, geplant. Die Baukosten von rund 19 Millionen Euro teilen sich Bund und Land.

Bisher dokumentiert eine provisorische Schau auf dem ehemaligen Prinz-Albrecht-Gelände die Geschichte der dort von 1933 bis 1945 ansässigen Terrorzentralen des Nazi-Regimes. Ursprünglich sollte der Bau, der eine Dauerausstellung beherbergen wird, bereits im Jahr 2000 eröffnet werden. Das erste Projekt nach Entwürfen des Schweizer Architekten Peter Zumthor war jedoch wegen explodierender Kosten noch in der Bauphase 2004 gestoppt und anschließend abgerissen worden. Im Gegensatz zum ästhetisch höchst anspruchsvollen ersten Entwurf wird der Neubau eher den Vorstellungen der Stiftung Topographie des Terrors entgegenkommen: grundsolide mit Seminar- und Bibliotheksräumen. (mit ddp)

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