Stadtleben : Nur der Dom blieb in Köln

„Du bist die Stadt“, schmetterten die Bläck Föös. Mitten unter ihnen stand Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und sang inbrünstig mit. Auf dem Rasen vor der Bühne im Garten der Landesvertretung tanzten die Mariechen, und oben am schwarzen Himmel flogen Funken, rote, gelbe, grüne, ein Feuerwerk zur Hymne auf Köln, in diesem Jahr Partnerstadt des Festes. Zeitgleich mit Klaus Wowereit hatte am Dienstagabend Jürgen Rüttgers zur deutsch-französischen Traumnacht „La nuit de reve“ in die Landesvertretung an der Tiergartener Hiroshimastraße eingeladen, um die Beziehungen zwischen Frankreich und NRW zu feiern. Auch die Musikerinnen Lydie Auvrey, Coralie Clément und die Popgruppe Klee waren beim großen Finale dabei mit bewährten Schunkelhits wie „Drink noch eene mit“ und „Mir lasse de Dom in Kölle“. Trotz der starken Konkurrenz am Roten Rathaus quetschten sich rund 3000 westwärts gewandte Berliner durch die lichten Räume und den später schon kühlen Garten, darunter Angela Merkel, Peer Steinbrück, Franz Müntefering und der französische Botschafter Bernard de Montferrand. Christina Rau und RBB-Intendantin Dagmar Reim blieben an diesem Abend Berlin treu, das sich betont dynamisch gab, aber es gab auch manche Pendler wie die Frau des russischen Botschafters Maria Kotenev oder die Präsidentin des Willkommen-Clubs für Diplomaten, Gisela von der Planitz. Das Party-Pendeln hat Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr noch vereinfacht, indem es einen Kindergarten anbot. Rund 160 Gästesprösslinge konnten sich auf diese Weise schon mal warmtrainieren fürs Erwachsenenalter, wenn es heißt: Berliner Sitzungswochen-Nächte sind lang. Bi

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