O2-World : Abba-Show - fast wie ein Konzert

Abba sind wieder da – diesmal als Show in Berlin: mit starker Performance und guten Stimmen.

Eva Kalwa
Abba-Cover
Dancing Team. Katja Nord und Camilla Hedrén alias Frida und Agnetha. Seit 1996 covern die beiden Abba. -Foto: promo

Es sind nicht allein die verspielten Kostüme, die langen Gewänder oder die weißen Miniröcke. Und auch nicht nur der lockere Hüftschwung der zwei strahlenden Frauen – „Dancing Queens“ sind beide: eine blond, die andere dunkel. Es sind vor allem die Stimmen von Camilla Hedrén und Katja Nord alias Agnetha und Frida, die aus „Abba – The Show“ beinahe ein Konzert machen. Am 29. Januar gastieren die „wahren und einzigen Abba seit Abba“, wie der internationale Fanclub lobte, in der Arena am Ostbahnhof.

Auch der Sound bewegt sich nah am Original des schwedischen Erfolgquartetts, das sich 1982 nach zehn Jahren und 143 Nummer-eins-Hits in 23 Ländern auflöste. Das Londoner National Symphony Orchestra unter der Leitung von Matthew Freeman wird von zwei echten Abba-Musikern unterstützt: Gitarrist Janne Schaffer war viele Jahre Studiomusiker bei der Band und ist auf 47 Songs zu hören. Saxofonist Ulf Anderson begleitete Abba 1977 auf die Australien-Tournee und steuerte auch das Saxofon-Solo zu „I do I do I do“ bei. Er war sofort begeistert, mit Hedrén und Nord und ihrer Band Waterloo auf Tour zu gehen. „Nie hätte ich geglaubt, dass unsere Musik nach dreißig Jahren noch so populär sein würde“, sagt der 68-Jährige. Für ihn sei der Respekt, mit dem Hedrén und Nord an die Songs und Performance herangingen, das Wichtigste an der Show.

Bereits als kleine Mädchen hatten sich die Schwedinnen unabhängig voneinander in der Imitation von Abba-Songs geübt, mit 18 lernten sie sich kennen, zogen zusammen und fingen an, gemeinsam Musik zu machen. 1996 gründeten sie dann die Abba-Cover-Band Waterloo: Stimmlage und Haarfarbe machten die Entscheidung leicht, wer die blonde Agnetha und wer die dunkelhaarige Frida sein sollte. „Und auch unsere Rollenverteilung ist ähnlich wie bei unseren Vorbildern. Camilla ist mehr das romantische Country-Girl, ich mehr die Tatkräftige wie Frida“, erzählt Nord.

„Dancing Queen“, „Mamma Mia“, „Super Trouper“ und natürlich die obligatorische Zugabe „Thank you for the music“ – etliche große Abba-Hits werden bei der Show zu hören sein. Und um die Zeitreise perfekt zu machen, sind Schlaghosen und Plateau-Schuhe im Publikum ausdrücklich erwünscht. Eva Kalwa

29. Januar, 20 Uhr. 02-World, Mühlenstraße, Friedrichshain. Tickets von 42 bis 60 Euro. www.abba-the-show.com

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